Babybürste – Haarpflege bei Babys
Auf einen Blick
- Eine weiche Babybürste gehört zur Grundausstattung – auch bei wenig Haar
- Sanftes Bürsten massiert die Kopfhaut und kann Milchschorf vorbeugen
- Babybürsten sollten aus weichem Naturhaar (z.B. Ziegenhaar) bestehen
Dein Baby hat noch kaum Haare und du fragst dich, ob eine Babybürste wirklich nötig ist? Die Antwort ist ein klares Ja! Denn bei der Haarpflege geht es in den ersten Monaten weniger ums Kämmen, sondern vor allem um die sanfte Massage der empfindlichen Kopfhaut – und das tut deinem Baby richtig gut.
🌸 Warum eine Babybürste von Anfang an sinnvoll ist
Wenn es um die Babypflege geht, konzentrieren sich viele Eltern zunächst auf die Hautpflege. Doch auch die Kopfhaut braucht Aufmerksamkeit – und zwar nicht erst, wenn dichtes Haar da ist. Eine Babybürste und ein Kamm gehören zur Grundausstattung, denn sie dienen nicht nur zum Kämmen, sondern vor allem zur sanften Massage der empfindlichen Kopfhaut.
Es schadet deinem Baby keineswegs, wenn du es von Anfang an mit der Babybürste vertraut machst. Im Gegenteil: Dein Kind gewöhnt sich so früh an die Haarpflege und fühlt sich später nicht eingeschränkt, wenn es bei der Pflege stillhalten soll. Und das sanfte Bürsten hat noch weitere Vorteile für die Gesundheit deines Babys.
Tipp: Bürste sanft gegen den Strich – das fördert die Durchblutung der Kopfhaut und dein Baby genießt die Massage sichtlich.
✨ Die Vorteile der sanften Kopfmassage
Während Babyshampoo erst dann zum Einsatz kommt, wenn das Haar dichter ist oder vielleicht mit Brei verklebt, leistet die Babybürste bereits von Anfang an wichtige Dienste. Das sanfte Bürsten wirkt wie eine leichte Massage für die Kopfhaut und sorgt für das Wohlbefinden deines Babys. Selbst wenn der Kamm noch nicht nötig ist, regt die Babybürste die Kopfhaut an und vermittelt deinem Kind ein wohliges Gefühl der Geborgenheit.
Auch du wirst es genießen, dich auf diese Weise deinem Baby zuzuwenden – es ist ein schöner Moment der Nähe und Zuwendung.
👶 Babys Haare: Eine Zeit der Veränderung
Babys machen in den ersten Lebensmonaten eine große Entwicklung durch – auch bei den Haaren. Nicht nur kommen Babys mit ganz unterschiedlicher Haarbedeckung zur Welt, in den ersten Lebensmonaten bis zum zweiten Lebensjahr verändern sich die Haare auch sehr stark. Ein Baby mit dichtem Wuschelkopf behält diesen nicht zwangsläufig, und ein Baby mit kahlem Kopf muss nicht unbedingt darauf warten, dass ihm ein dichter Haarschopf wächst.
Verantwortlich dafür ist der noch nicht stabile Haarzyklus, der bei einigen Babys für mehr Haarverlust als für Haarwuchs sorgt. Doch egal ob viele oder wenige Haare: Babys genießen oftmals die sanfte Kopfmassage mit einer weichen Babybürste.
Im Säuglingsalter beginnt der Haarwechsel
Viele junge Eltern verfallen förmlich in Panik, wenn sie nach einigen Wochen feststellen, dass ihr Baby unter verstärktem Haarausfall leidet. Besonders beim Kämmen fallen die Haare büschelweise aus und es hat den Anschein, dass das Baby eine Stirnglatze entwickelt.
Achtung: Keine Panik bei Haarausfall! Das ist vollkommen normal und hängt mit der Hormonumstellung nach der Geburt zusammen. Nach einigen Wochen beginnen die Haare wieder zu sprießen.
Lass dich davon nicht abhalten, deinem Baby hin und wieder mit einer weichen Babybürste eine Kopfmassage zu gönnen – selbst in Zeiten, wo nichts zum Kämmen vorhanden ist.
🖤 Haarpflege bei Milchschorf
Das Kämmen und Bürsten hat nicht nur eine positive Wirkung auf die Kopfhaut, sondern erfüllt noch eine weitere wichtige Funktion: Es kann helfen, die Bildung von Milchschorf ein wenig einzudämmen. In den ersten Lebenswochen oder später neigen viele Babys dazu, schuppige Flecken zu entwickeln, wofür eine erhöhte Fettbildung der Haut die Ursache ist.
An sich ist Milchschorf nicht gefährlich, kann deinem Baby aber ein unangenehmes Gefühl vermitteln, da die Kopfhaut zu jucken beginnt, wenn sich zu viel Milchschorf bildet. Auch die Atmung der Haut wird unter Umständen eingeschränkt.
Bei Milchschorf schwöre ich auf den Hebammen-Tipp mit dem Babyöl: Sanft einmassieren, einwirken lassen und dann vorsichtig auskämmen. Das hat bei beiden meinen Kindern wunderbar geholfen.
Der Hebammen-Tipp bei Milchschorf
Hier hilft neben der leichten und vorsichtigen Kopfmassage mit einer Babybürste auch ein bewährter Tipp: Trage einfach ein mildes Babyöl auf die Kopfhaut auf und massiere es dann mit der Babybürste sanft ein. Nachdem das Öl eingezogen ist – je nach Intensität des Milchschorfs auch über Nacht – kannst du den Milchschorf vorsichtig mit dem Kamm auskämmen. Bei jüngeren Babys, die nicht viel Haar haben, ist es auch ausreichend, eine weiche Babybürste zu nutzen.
🔍 Worauf du beim Kauf achten solltest
Im Handel gibt es eine Vielzahl von Babybürsten, doch die mit harten Borsten sind keinesfalls das richtige Equipment für die Babyerstausstattung. Vermeide unbedingt die Verwendung einer Bürste, wie du sie für deine eigene Haarpflege nutzt – diese ist für die zarte Babykopfhaut viel zu hart und zu grob.
Gut zu wissen: Denke an die noch offene Fontanelle, die ganz besonders sanft behandelt werden muss. Aus hygienischen Gründen gilt außerdem: Dein Baby benötigt eine eigene Bürste!
Eine Babybürste muss weich sein
Beim Kauf solltest du in erster Linie darauf achten, dass die Babybürste weiche Borsten aufweist, die in der Regel aus Ziegenhaar bestehen und ganz besonders schonend und pflegend zu Babys Kopfhaut sind. Die meisten Babybürsten bestehen aus diesem Naturhaar.
Von einigen Herstellern werden auch spezielle Sets angeboten, die neben der Babybürste aus Naturhaar auch über einen Kamm mit abgerundeten Spitzen verfügen. Der Kamm kommt vor allem zum Einsatz, wenn dein Baby über sehr dichtes Haar verfügt und es unmöglich ist, mit der Bürste das Haar zu kämmen. Auch wenn dein Baby unter Milchschorf leidet, ist der Einsatz eines Kamms empfehlenswert.
💪 So pflegst du die Kopfhaut richtig
Es ist vollkommen ausreichend, wenn das Köpfchen mit einem Waschlappen gestreichelt wird. Nur dann, wenn dein Kind bereits viele und lange Haare hat, wird ein Shampoo benötigt. Sollten die Haare bespuckt, verschwitzt oder verklebt sein, ist etwas Shampoo notwendig. Für die Babyhaut solltest du nur spezielle Produkte verwenden – und zur Standardausstattung gehört eine Babybürste mit weichen Borsten.
An zweiter Stelle steht das Bürsten der Babyhaare, denn viel wichtiger ist es, der Kopfhaut eine regelmäßige Streichelmassage zu gönnen.
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich eine Babybürste, auch wenn mein Baby noch keine Haare hat?
Ja, unbedingt! Selbst wenn keine Haare vorhanden sind, ist die Babybürste wichtig. Das sanfte Bürsten massiert die Kopfhaut, fördert die Durchblutung und vermittelt deinem Baby ein wohliges Gefühl. Außerdem gewöhnt sich dein Kind so früh an die Haarpflege.
Wie oft sollte ich die Kopfhaut meines Babys bürsten?
Du kannst die Kopfhaut deines Babys täglich sanft bürsten – am besten als Teil der täglichen Pflegeroutine. Es ist eine schöne Gelegenheit für Nähe und Zuwendung, und dein Baby wird die sanfte Massage genießen.
Ist der Haarausfall bei meinem Baby normal?
Ja, das ist vollkommen normal! Viele Babys verlieren in den ersten Lebenswochen und -monaten ihre Haare, manchmal sogar büschelweise. Das hängt mit der Hormonumstellung nach der Geburt zusammen. Nach einigen Wochen beginnen die Haare wieder zu wachsen.
Wie entferne ich Milchschorf am besten?
Trage ein mildes Babyöl auf die Kopfhaut auf und massiere es sanft mit der Babybürste ein. Lass das Öl einwirken (bei starkem Milchschorf auch über Nacht) und kämme dann den Milchschorf vorsichtig mit einem Kamm aus. Bei wenig Haar reicht auch eine weiche Babybürste.
Kann ich meine eigene Haarbürste für mein Baby verwenden?
Nein, auf keinen Fall! Eine normale Haarbürste ist für die zarte Babykopfhaut viel zu hart und zu grob. Denke auch an die noch offene Fontanelle, die besonders sanft behandelt werden muss. Aus hygienischen Gründen braucht dein Baby außerdem eine eigene Bürste.
Aus welchem Material sollte eine Babybürste sein?
Achte darauf, dass die Babybürste weiche Borsten aus Naturhaar hat – in der Regel aus Ziegenhaar. Diese sind besonders schonend und pflegend für Babys empfindliche Kopfhaut. Vermeide Bürsten mit harten Borsten.
Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.
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