moms.de

Adventskalender füllen für Kinder: Ideen ohne Süßigkeiten & mit

Nadine Scheiner Von Nadine Scheiner 08.07.2026 Lesezeit 33 Min.
Adventskalender füllen für Kinder: Ideen ohne Süßigkeiten & mit

Auf einen Blick

  • Ein Adventskalender mit 24 durchdachten Kleinigkeiten versüßt Kindern die Wartezeit bis Weihnachten – ganz ohne Schokolade
  • Sinnvolle Füllungen reichen von kreativen Bastelmaterialien über Mini-Spielzeuge bis zu gemeinsamen Erlebnis-Gutscheinen
  • Das Budget kann von wenigen Cent bis mehreren Euro pro Türchen variieren – Liebe steckt im Detail, nicht im Preis
  • Selbstgemachte Kleinigkeiten und immaterielle Geschenke schaffen oft die schönsten Erinnerungen

Die Vorweihnachtszeit mit Kindern ist magisch – und ein liebevoll gefüllter Adventskalender gehört für viele Familien einfach dazu. Doch was kommt ins Türchen, wenn es nicht jeden Tag Schokolade sein soll? Hier findest du kreative, altersgerechte und durchdachte Ideen, mit denen du deinen Kindern jeden Morgen im Advent eine Freude machst – inklusive praktischer Tipps zur Budgetplanung und Organisation.

🎄 Warum einen Adventskalender ohne (nur) Süßigkeiten füllen?

Viele Eltern kennen das Dilemma: Der klassische Schokoladen-Adventskalender ist schnell gekauft, aber 24 Tage Zucker zum Frühstück? Das muss nicht sein. Ein selbst gefüllter Adventskalender bietet dir die wunderbare Möglichkeit, die Vorfreude auf Weihnachten ganz individuell zu gestalten.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Du bestimmst selbst, was dein Kind bekommt, kannst auf Interessen und Alter eingehen und vermeidest die tägliche Zuckerdosis am Morgen. Außerdem lernen Kinder, dass Freude nicht nur aus Süßigkeiten besteht – eine wertvolle Lektion fürs Leben.

Das bedeutet nicht, dass Süßigkeiten komplett tabu sein müssen. Viele Familien fahren gut mit einer Mischung: An manchen Tagen gibt es eine kleine Nascherei, an anderen eine Kleinigkeit zum Spielen, Basteln oder Erleben. So bleibt die Spannung erhalten und der Adventskalender wird nicht zur reinen Süßigkeiten-Quelle.

Die richtige Balance finden

Ein ausgewogener Adventskalender kombiniert verschiedene Kategorien: materielle Geschenke, Erlebnisse, Selbstgemachtes und ja, auch mal etwas Süßes. Diese Vielfalt macht jeden Tag zur Überraschung und verhindert, dass der Kalender zur Routine wird.

Besonders schön: Viele der nicht-süßen Füllungen haben einen längeren Nutzen. Während Schokolade in Sekunden verschwunden ist, wird mit dem Radiergummi in Tierform noch Wochen später in der Schule radiert, das Pixibuch immer wieder vorgelesen und der Gutschein für einen Spieleabend wird zur gemeinsamen Erinnerung.

🎯 Adventskalender-Füllungen nach Alter: Was passt wann?

Das Alter deines Kindes spielt eine entscheidende Rolle bei der Auswahl der Füllungen. Was ein Dreijähriger spannend findet, langweilt einen Zehnjährigen – und umgekehrt besteht bei zu kleinen Teilen Verschluckungsgefahr für die Kleinsten.

Für Kleinkinder (1-3 Jahre)

In diesem Alter steht die Sicherheit an erster Stelle. Alle Kleinigkeiten müssen groß genug sein, um nicht verschluckt werden zu können. Gleichzeitig sind die Interessen noch sehr spielerisch und sensorisch geprägt.

Perfekt geeignet sind: kleine Holzfiguren (Tiere, Fahrzeuge), Badewannenspielzeug, Knete in weihnachtlichen Farben, Seifenblasen, Aufkleber mit großen Motiven, Fingerpuppen, kleine Bilderbücher, Wachsmalstifte, Ausstechformen für die Sandkiste, Haargummis mit lustigen Motiven, oder ein neuer Trinklernbecher mit Weihnachtsmotiv.

Auch Erlebnisse funktionieren schon: ein Gutschein für einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, gemeinsames Plätzchenbacken, ein Besuch beim Weihnachtsmann im Kaufhaus oder eine Extra-Runde auf dem Karussell.

Für Kindergartenkinder (3-6 Jahre)

Jetzt wird es kreativ! Kinder in diesem Alter lieben es zu basteln, zu malen und in Rollen zu schlüpfen. Sie verstehen bereits das Prinzip des Adventskalenders und freuen sich jeden Tag aufs Neue.

Beliebte Füllungen: Pixibücher, Stempel und Stempelkissen, Glitzerstifte, kleine Puzzle (12-24 Teile), Haarspangen und Haarbänder, Tattoos zum Aufkleben, Mini-Figuren (Playmobil, Schleich), Straßenmalkreide, Knete mit Zubehör, Murmeln, Springseile, Flummis, Kartenspiele wie Memory im Miniformat, Stickerbücher, oder Freundschaftsbänder.

Besonders in diesem Alter sind auch "Aktivitäts-Türchen" toll: ein Gutschein zum Schlittenfahren, eine Weihnachtsgeschichte vorlesen, gemeinsam einen Schneemann bauen, Weihnachtslieder singen, oder ein Filmeabend mit Kakao.

Nadine Scheiner

💗 Nadines Empfehlung

Nadine Scheiner

Ich mische immer materielle Kleinigkeiten mit Erlebnis-Gutscheinen – so bleibt der Adventskalender spannend und wir schaffen gemeinsame Erinnerungen. Mein Geheimtipp: An jedem Adventssonntag kommt ein besonderer Gutschein ins Türchen, etwa für einen Ausflug oder eine Aktion, die wir dann am Wochenende zusammen machen. So haben die Kinder auch etwas, worauf sie sich über mehrere Tage freuen können!

Für Grundschulkinder (6-10 Jahre)

Schulkinder haben oft schon sehr konkrete Interessen und Hobbys. Jetzt kannst du den Adventskalender wunderbar darauf abstimmen, ob dein Kind sportlich, kreativ, technisch oder naturverbunden ist.

Vielseitige Ideen: Sammelkarten (Pokémon, Fußball), Radiergummis in witzigen Formen, besondere Stifte (Glitzer, Duft), kleine Lego-Sets, Schlüsselanhänger, Haarschmuck, Socken mit lustigen Motiven, Lesezeichen, Mini-Notizbücher, Sticker für Hefte und Bücher, Freundschaftsbänder, Jo-Jos, kleine Gesellschaftsspiele, Bastelsets, Experimentierkästen im Miniformat, oder Sportartikel wie Tischtennisbälle.

Auch Gutscheine werden jetzt bewusster wahrgenommen: eine Stunde länger aufbleiben, Lieblingsessen aussuchen, Spieleabend ohne Zeitlimit, Freund zum Übernachten einladen, oder Kinobesuch.

Für ältere Kinder und Teenager (ab 10 Jahre)

Teenager sind eine besondere Herausforderung – zu alt für Spielzeug, aber die Vorfreude auf Weihnachten ist durchaus noch da. Hier sind praktische und "coole" Dinge gefragt.

Passende Füllungen: Kosmetik (Lippenpflege, Nagellack, Gesichtsmasken), Schmuck (Ohrringe, Armbänder), Handy-Zubehör (Popsocket, Kabel, Handyhülle), Gutscheine (iTunes, Streaming-Dienste), Süßigkeiten in "erwachsener" Form (besondere Schokolade, Tee), Zeitschriften, Socken (ja, wirklich – aber coole!), kleine Deko für das Zimmer, Schreibwaren (besondere Stifte, Notizbücher), oder Accessoires (Mützen, Schals, Handschuhe).

Erlebnisse punkten besonders: Kino-Gutschein, Shopping-Bummel, Konzert- oder Event-Tickets, gemeinsames Kochen, Besuch im Escape Room, oder einfach Zeit zu zweit bei einer Aktivität nach Wahl.

💡 Kreative Kategorien für die Adventskalender-Füllung

Um deinen Adventskalender abwechslungsreich zu gestalten, hilft es, in Kategorien zu denken. So stellst du sicher, dass die 24 Türchen eine gute Mischung bieten und nicht einseitig werden.

🎁

Die 4 Säulen eines gelungenen Adventskalenders

moms.de
🎨
Kreatives & Bastelmaterial Fördert Fantasie und Feinmotorik – von Stiften über Knete bis zu Mini-Bastelsets
🎲
Spielzeug & Sammelfiguren Kleine Spielsachen, die einzeln Freude machen oder eine Sammlung ergänzen
Erlebnisse & Gutscheine Gemeinsame Zeit und besondere Aktivitäten schaffen bleibende Erinnerungen
🍪
Leckereien & Praktisches Eine ausgewogene Mischung aus gelegentlichen Naschereien und nützlichen Kleinigkeiten

Kategorie 1: Kreatives und Bastelmaterial

Diese Kategorie ist besonders nachhaltig, denn die Materialien werden nicht nur ausgepackt, sondern aktiv genutzt. Kinder können damit gestalten, erschaffen und ihre Kreativität ausleben.

Konkrete Ideen: Buntstifte in besonderen Farben, Glitzerstifte, Wachsmalstifte, Wasserfarben, Pinsel, Stempel mit Weihnachtsmotiven, Stempelkissen, Knete in Weihnachtsfarben (rot, grün, gold), Ausstechformen, Moosgummi-Aufkleber, Bügelperlen, Pfeifenreiniger, Pompons, Glitzerpulver, Bastelfilz, Wackelaugen, Bänder und Schleifen, Sticker-Bögen, Ausmalbilder, oder ein kleines Malbuch.

Für ältere Kinder: Aquarellstifte, Brush Pens, Handlettering-Stifte, Masking Tape, Origami-Papier, Makramee-Garn, oder kleine Leinwände.

Kategorie 2: Spielzeug und Sammelfiguren

Kleine Spielsachen sind Klassiker im Adventskalender. Besonders clever: Wenn du eine Serie wählst, die dein Kind sammelt, wird jedes Türchen zur spannenden Überraschung.

Beliebte Optionen: Playmobil-Figuren und Zubehör, Schleich-Tiere, Lego-Minifiguren, kleine Autos (Matchbox, Siku), Murmeln, Flummis, Jo-Jos, Mini-Puzzles, Kartenspiele, Würfel, Fingerboards, kleine Kuscheltiere, Sammelfiguren aus aktuellen Serien, oder Tierfiguren aus Holz.

Der Vorteil: Diese Dinge haben oft einen längeren Spielwert und werden in bestehende Spielwelten integriert.

Kategorie 3: Erlebnisse und Gutscheine

Immaterielle Geschenke sind oft die wertvollsten. Sie schaffen gemeinsame Zeit und Erinnerungen, die länger bleiben als jedes Spielzeug.

Schöne Erlebnis-Ideen: Weihnachtsmarkt-Besuch mit Kinderpunsch, Schlittenfahren oder Rodeln, Plätzchen backen, Lebkuchenhaus bauen, Weihnachtsfilm schauen mit Popcorn, eine Geschichte extra vorlesen, 30 Minuten länger aufbleiben, Lieblingsessen kochen, Spieleabend, Freund einladen, ins Schwimmbad gehen, Museum oder Zoo besuchen, Pizza selbst belegen, Nachtwanderung mit Taschenlampe, oder gemeinsam Weihnachtsdeko basteln.

Diese Gutscheine kannst du hübsch gestalten und ins Türchen legen. Viele Kinder freuen sich mindestens genauso über diese "Zeit-Geschenke" wie über materielle Dinge.

Kategorie 4: Praktisches und Nützliches

Auch Dinge, die Kinder im Alltag brauchen, können im Adventskalender Freude machen – wenn sie hübsch oder besonders sind.

Praktische Füllungen: Socken mit lustigen Motiven, Haargummis und Haarspangen, Taschentücher mit Weihnachtsmotiven, Radiergummis in witzigen Formen, Bleistifte mit Motiven, Anspitzer, Lineale mit Designs, Lesezeichen, Trinkflaschen für unterwegs, Brotdosen im Miniformat, Schlüsselanhänger, Reflektoren für die Jacke, Pflaster mit bunten Motiven, Lippenpflege (besonders im Winter), oder Handcreme für Kinder.

Auch hier gilt: Die Präsentation macht's. Ein einfacher Bleistift wird spannend, wenn er das Lieblingstier des Kindes zeigt oder in Glitzer getaucht ist.

Kategorie 5: Weihnachtliches und Saisonales

Manche Dinge passen einfach perfekt in die Adventszeit und verstärken die weihnachtliche Stimmung.

Saisonale Ideen: Ausstechformen für Plätzchen, Weihnachtskugeln zum Selbstbemalen, Teelichter, kleine Kerzen, Räuchermännchen-Figuren, Nussknacker im Miniformat, Schneekugeln, Weihnachtssocken, Mützen mit Weihnachtsmotiven, Weihnachts-Tattoos, Fensterbilder, Christbaumschmuck, oder eine Schneeflocke zum Aufhängen.

Diese Dinge tragen zur festlichen Atmosphäre bei und können oft Jahr für Jahr wieder verwendet werden.

🎨 DIY-Ideen: Selbstgemachte Adventskalender-Füllungen

Selbstgemachte Kleinigkeiten haben einen besonderen Charme. Sie zeigen, dass du dir Zeit genommen hast, und sind oft individueller als gekaufte Dinge. Außerdem schonst du damit das Budget.

Gebackenes und Kulinarisches

Selbstgebackene Leckereien sind persönlich und lecker – eine wunderbare Kombination.

Was du backen kannst: Mini-Lebkuchen, kleine Kekse in verschiedenen Formen, Cake Pops, Brownie-Würfel, Energyballs, Müsliriegel, kandierte Nüsse, oder Schokoladen-Crossies. Verpacke sie einzeln in Cellophan-Tütchen oder kleinen Papiertüten, vielleicht mit einem hübschen Band verschlossen.

Auch nicht-süße Varianten funktionieren: selbstgemachte Gewürzmischungen für heißen Kakao, Tee-Mischungen, oder herzhafte Cracker.

Gebastelte Kleinigkeiten

Mit etwas Geschick kannst du wunderbare kleine Geschenke selbst herstellen.

Bastelideen: Lesezeichen aus Filz oder Pappe, selbstgemachte Knete, Badebomben oder Badepralinen, Freundschaftsbänder, kleine Stofftiere oder Fingerpuppen, bemalte Steine, Schlüsselanhänger aus Bügelperlen, selbstgestaltete Sticker, oder kleine Origami-Figuren.

Besonders schön: Wenn du ältere Geschwister hast, können diese für die Kleineren etwas basteln. Das stärkt die Geschwisterbindung und macht allen Freude.

Persönliche Gutscheine und Briefe

Manchmal sind es die immateriellen Dinge, die am meisten bedeuten.

Ideen für persönliche Füllungen: ein handgeschriebener Brief, warum du dein Kind liebst, ein Gutschein für eine Aktivität eurer Wahl, ein selbstgeschriebenes Gedicht oder eine Geschichte, ein Foto von einem schönen gemeinsamen Erlebnis, eine Liste mit zehn Dingen, die du an deinem Kind liebst, oder ein "Joker", der für eine Sache eingelöst werden kann (z.B. eine Hausaufgabe überspringen, eine Pflicht aussetzen).

Diese emotionalen Geschenke werden oft zu Schätzen, die Kinder jahrelang aufbewahren.

Altersgruppe DIY-Ideen (einfach) DIY-Ideen (aufwendiger) Zeitaufwand
1-3 Jahre Selbstgemachte Knete, bemalte Holzfiguren Genähte Fingerpuppen, Stofftiere 1-3 Stunden gesamt
3-6 Jahre Lesezeichen, Badebomben, Kekse Selbstgenähte Täschchen, Puppenkleidung 2-4 Stunden gesamt
6-10 Jahre Freundschaftsbänder, Origami, Bügelperlen Selbstgestrickte Socken, gehäkelte Tiere 3-6 Stunden gesamt
Ab 10 Jahre Badepralinen, Lippenbalm, Tee-Mischungen Makramee-Armbänder, selbstgestaltete Notizbücher 2-5 Stunden gesamt

💰 Budgetplanung: Von günstig bis großzügig

Ein Adventskalender muss nicht teuer sein, um Freude zu machen. Gleichzeitig gibt es Familien, die gerne etwas mehr investieren möchten. Beides ist völlig in Ordnung – wichtig ist, dass du dich damit wohlfühlst.

Der Spar-Adventskalender (unter 25 Euro gesamt)

Mit Kreativität und klugen Einkäufen kannst du einen wunderbaren Adventskalender für wenig Geld zusammenstellen.

Tipps zum Sparen: Nutze Aktionen und Rabatte, kaufe im Vorjahr nach Weihnachten ein (Deko und saisonale Dinge sind dann oft stark reduziert), besuche 1-Euro-Shops und Discounter, setze auf selbstgemachte Füllungen, nutze Gutscheine statt gekaufter Geschenke, oder teile größere Packungen auf (z.B. eine Packung Knete in 24 kleine Portionen).

Konkrete Budget-Ideen: Flummis (10-20 Cent), Luftballons (5-10 Cent), Aufkleber (10-30 Cent), Straßenmalkreide (einzelne Stücke, 10 Cent), Haargummis (20-50 Cent), kleine Radiergummis (20-40 Cent), Seifenblasen (50 Cent), oder selbstgebackene Kekse (5-10 Cent pro Portion).

Mit durchschnittlich einem Euro pro Türchen kommst du auf 24 Euro – und hast trotzdem einen liebevoll gefüllten Kalender.

Der Mittelklasse-Adventskalender (25-60 Euro)

In diesem Preissegment hast du mehr Spielraum und kannst hochwertigere Kleinigkeiten einplanen.

Mögliche Aufteilung: 10 Türchen mit günstigen Füllungen (50 Cent bis 1 Euro), 10 Türchen mit mittleren Füllungen (1,50 bis 3 Euro), 4 Türchen mit besonderen Geschenken (3 bis 5 Euro, z.B. an den Adventssonntagen).

So kannst du Highlights setzen, ohne jeden Tag viel ausgeben zu müssen. Die Mischung macht's spannend.

Der großzügige Adventskalender (über 60 Euro)

Wenn das Budget es erlaubt, kannst du auch größere Geschenke auf 24 Tage verteilen oder hochwertigere Dinge wählen.

Ideen für größere Geschenke aufgeteilt: Ein Lego-Set, das du auf mehrere Türchen verteilst, ein Buch-Set (24 Pixibücher), eine Sammlung von Playmobil-Figuren mit Zubehör, ein Mal- oder Bastelset, das du in Einzelteile zerlegst, oder eine Kombination aus materiellen Geschenken und größeren Erlebnis-Gutscheinen (Freizeitpark, Musical, etc.).

Wichtig: Auch bei höherem Budget sollte die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Der Adventskalender sollte nicht die Hauptgeschenke an Weihnachten in den Schatten stellen.

Tipp für Familien mit mehreren Kindern: Überlege, ob jedes Kind einen eigenen Kalender braucht oder ob ihr einen gemeinsamen Familien-Adventskalender macht. Bei letzterem können die Geschenke auch größer sein (z.B. ein Gesellschaftsspiel, ein Ausflug), da sie geteilt werden. Das spart nicht nur Geld, sondern fördert auch das Miteinander.

📦 Organisation und Verpackung: So wird's praktisch

Die schönste Füllung nützt nichts, wenn die Organisation im Chaos endet. Mit ein paar Tricks wird das Befüllen und tägliche Öffnen zum Kinderspiel.

Verschiedene Adventskalender-Formate

Die Art des Kalenders bestimmt, was und wie du füllen kannst.

Beliebte Formate: Stoffsäckchen an einer Schnur (klassisch, wiederverwendbar, für unterschiedlich große Geschenke), nummerierte Tütchen oder Schachteln (individuell gestaltbar, gut für DIY-Kalender), Holzkalender mit Schubladen (hochwertig, jahrelang nutzbar, begrenzte Größe pro Fach), Kalender zum Befüllen aus Pappe (günstig, oft mit hübschen Designs), oder kreative Lösungen wie Klopapierrollen, Streichholzschachteln oder Einmachgläser.

Überlege dir vor dem Kauf oder Basteln, wie groß die Geschenke sein werden, die du unterbringen möchtest.

Praktische Verpackungstipps

Damit kleine Teile nicht verloren gehen und alles hübsch aussieht, lohnt sich eine durchdachte Verpackung.

Verpackungsmaterialien: Cellophan-Tütchen in verschiedenen Größen, kleine Papiertüten, Butterbrottüten, die du verzieren kannst, Seidenpapier, Geschenkpapier-Reste, Stoffreste, Bänder und Schleifen, Washi Tape zum Verschließen, Sticker zum Verzieren, oder Stempel für persönliche Akzente.

Für Gutscheine: Gestalte sie hübsch am Computer oder handschriftlich, drucke sie auf buntem Papier, rolle sie zusammen und binde sie mit einem Band, oder falte sie zu kleinen Briefchen.

Vorbereitung ist alles

Im November ist viel los – umso wichtiger, dass du den Adventskalender rechtzeitig vorbereitest.

Zeitplan für die Vorbereitung: Anfang Oktober: Ideen sammeln, Budget festlegen, Kalender-Format wählen. Mitte Oktober: Einkäufe tätigen (nutze Ruhe vor dem Weihnachtsstress), DIY-Projekte starten. Ende Oktober/Anfang November: Alles befüllen und verpacken, Kalender aufhängen oder aufstellen (manche Familien machen das schon Ende November).

Wenn du alles fertig vorbereitet hast, kannst du die Adventszeit selbst entspannt genießen, statt jeden Abend hektisch nach Füllungen zu suchen.

Ich bereite unseren Adventskalender immer schon im Oktober vor – das klingt früh, aber im November ist bei uns so viel los, dass ich froh bin, wenn alles fertig ist. Außerdem kann ich in Ruhe einkaufen und muss nicht in letzter Minute improvisieren. Mein Tipp: Lege dir eine Liste an mit 24 Ideen, nummeriere sie und hake ab, was du schon besorgt hast. So behältst du den Überblick und vergisst nichts.

Nadine Scheiner Redakteurin & Mama

🎁 Themen-Adventskalender: Spezielle Interessen bedienen

Wenn dein Kind ein ausgeprägtes Hobby oder Interesse hat, kannst du den gesamten Adventskalender darauf abstimmen. Das macht ihn besonders persönlich und zeigt, dass du dein Kind wirklich kennst.

Für kleine Künstler und Bastelfans

Ein Kreativ-Adventskalender ist perfekt für Kinder, die gerne malen, basteln und gestalten.

24 Ideen für Kreative: verschiedene Buntstifte, Glitzerstifte, Aquarellfarben, Pinsel, Schwämme, Stempel, Stempelkissen, Knete, Ausstechformen, Schablonen, Sticker, Moosgummi, Pfeifenreiniger, Pompons, Bügelperlen, Perlen zum Auffädeln, Bänder, Filz, Wackelaugen, Glitzer, Malbuch, Skizzenbuch, Malvorlagen, oder ein Gutschein für einen Bastelnachmittag.

Der Vorteil: Am Ende des Advents hat dein Kind eine komplette Bastelausstattung zusammen.

Für Leseratten und Geschichten-Liebhaber

Kinder, die gerne lesen oder vorgelesen bekommen, freuen sich über einen literarischen Adventskalender.

Buch-Ideen: 24 Pixibücher (gibt es auch als Set), ein Kapitel-Buch, das du auf 24 Abschnitte aufteilst (jeden Tag ein Kapitel vorlesen), 24 Weihnachtsgeschichten zum Vorlesen, Lesezeichen, Lese-Lämpchen, Buchstützen, ein Gutschein für einen Bibliotheks- oder Buchhandlungsbesuch, oder selbstgeschriebene Geschichten, in denen dein Kind die Hauptrolle spielt.

Kombiniere Bücher mit lesebezogenen Kleinigkeiten wie besonderen Stiften, Notizbüchern oder gemütlichen Lesesocken.

Für Naturforscher und Draußen-Kinder

Kinder, die gerne draußen sind und die Natur erforschen, brauchen passendes Equipment.

Outdoor-Ideen: Lupe, Kompass, Fernglas (kleines), Bestimmungsbuch für Tiere oder Pflanzen, Taschenlampe, Stirnlampe, Taschenmesser (altersgerecht), Sammeldose für Fundstücke, Kescher, Insektenhotel-Bausatz, Vogelfutter, Nistkasten-Bausatz, Samen für Frühjahr, Handschuhe, Mütze, Thermoskanne, oder Gutscheine für Wanderungen, Waldbesuche, Nachtwanderungen.

Für Sport-Begeisterte

Aktive Kinder freuen sich über Sport-Equipment und Bewegungs-Anreize.

Sportliche Füllungen: Springseile, Jonglierbälle, Frisbee, Federball-Set, Tischtennisbälle, Fußball-Ventil, Trinkflasche, Schweißband, Sportbeutel, Reflektoren, Stirnband, Sporttape, Massageball, oder Gutscheine für Schwimmbad, Kletterhalle, Trampolinpark, Eislaufen, Skifahren.

Für Musik-Fans

Kinder, die Musik lieben oder ein Instrument lernen, kannst du mit einem musikalischen Adventskalender überraschen.

Musik-Ideen: Kazoo, Mundharmonika, Blockflöte, Triangel, Glöckchen, Rasseln, Noten für Anfänger, Notenhefte, Plektren, Kapodaster, Stimmgerät, Metronom (Mini), Notenschlüssel-Anhänger, Musik-Sticker, oder Gutscheine für Konzerte, Musicals, gemeinsames Singen, Karaoke-Abend.

🌟 Besondere Türchen: Die Adventssonntage und Nikolaus

Manche Tage im Advent sind besonderer als andere. Viele Familien legen an den vier Adventssonntagen und am Nikolaustag (6. Dezember) etwas Größeres in den Kalender.

Die vier Adventssonntage

An diesen Tagen kannst du die Geschenke etwas aufwerten oder besondere Erlebnisse planen.

Ideen für Adventssonntage: 1. Advent: Weihnachtsmarkt-Besuch, Adventskranz gemeinsam schmücken, 2. Advent: Plätzchen backen, Lebkuchenhaus bauen, 3. Advent: Weihnachtsfilm-Marathon, Geschenke einpacken, 4. Advent: letzter Ausflug vor Weihnachten, Weihnachtslieder singen.

Materiell kannst du an diesen Tagen etwas Größeres schenken: ein Buch statt eines Pixibuchs, ein größeres Lego-Set, ein Gesellschaftsspiel, oder ein Kleidungsstück.

Der Nikolaustag (6. Dezember)

Wenn du einen Adventskalender UND einen Nikolausstiefel füllst, kann das doppelt werden. Viele Familien lösen das so: Der Nikolaus bringt die größeren Geschenke (Süßigkeiten, Nüsse, Mandarinen, vielleicht ein Buch oder Spielzeug), der Adventskalender enthält an diesem Tag etwas Kleineres – oder einen Gutschein, der sich auf den Nikolaus bezieht (z.B. "Heute darfst du aus dem Nikolausstiefel naschen, wann du willst").

Alternativ: Der 6. Dezember im Adventskalender ist ein "Joker-Tag", an dem das Kind sich eine Aktivität wünschen darf.

🎄 Nachhaltige und umweltfreundliche Füllungen

Immer mehr Familien achten darauf, dass der Adventskalender nicht zur Plastik- und Müll-Schleuder wird. Das ist mit bewussten Entscheidungen gut möglich.

Plastikfrei und nachhaltig

Setze auf natürliche Materialien und Dinge, die lange halten.

Nachhaltige Ideen: Holzspielzeug, Spielsachen aus Naturmaterialien, Bienenwachsknete, Stifte aus Holz statt Plastik, Stofftiere statt Plastikfiguren, Samen und Blumenzwiebeln, selbstgemachte Seife, feste Seife in Tierformen, Baumwoll-Taschentücher, wiederverwendbare Trinkflaschen, Edelstahl-Strohhalme, Bienenwachstücher, oder Gutscheine (produzieren keinen Müll).

Second Hand und Upcycling

Nicht alles muss neu sein. Gebrauchte Dinge in gutem Zustand sind nachhaltig und oft günstiger.

Second-Hand-Ideen: Bücher aus dem Antiquariat, Spielzeug vom Flohmarkt (gut gereinigt), Sammelfiguren, die jemand abgibt, selbstgebastelte Dinge aus vorhandenen Materialien, oder aufgewertete Alltagsgegenstände (z.B. ein alter Löffel, den du zum Pflanzen-Schild umfunktionierst).

Müllvermeidung bei der Verpackung

Auch die Verpackung kann nachhaltig sein.

Umweltfreundliche Verpackung: Stoffsäckchen (wiederverwendbar), Papiertüten statt Plastik, Zeitungspapier zum Einwickeln, Stoffreste, Bienenwachstücher, oder gar keine Verpackung (bei Gutscheinen oder wenn der Kalender Fächer hat).

Achtung bei Kleinteilen: Gerade bei nachhaltigen Materialien wie Holz oder Naturprodukten gilt: Achte auf die Altersempfehlung und Verschluckungsgefahr bei kleinen Kindern. Auch natürliche Materialien können gefährlich sein, wenn sie zu klein sind oder splittern.

👨‍👩‍👧‍👦 Adventskalender für Geschwister: Fair und individuell

Wenn du mehrere Kinder hast, stellst du dich der Herausforderung, jeden gerecht zu werden und trotzdem nicht den Überblick zu verlieren.

Jedes Kind seinen eigenen Kalender

Das ist die klassische Variante: Jedes Kind bekommt einen eigenen Adventskalender, angepasst an Alter und Interessen.

Vorteile: Jedes Kind fühlt sich gesehen, keine Diskussionen ums Teilen, altersgerechte Geschenke möglich. Nachteile: höherer Aufwand, höhere Kosten, mehr Verpackungsmüll.

Tipp: Du musst nicht für jedes Kind 24 komplett verschiedene Dinge finden. Manche Türchen können identisch sein (z.B. Flummis, Süßigkeiten), andere individuell (z.B. Haarspangen für die Tochter, Autos für den Sohn).

Ein gemeinsamer Familien-Kalender

Manche Familien entscheiden sich für einen Kalender, den alle teilen.

Vorteile: fördert Gemeinschaft, weniger Aufwand, Geschenke können größer sein (Gesellschaftsspiele, Ausflüge). Nachteile: Kinder müssen teilen lernen (was auch eine Chance ist), individuelle Vorlieben schwerer zu berücksichtigen.

So funktioniert's: Fülle den Kalender mit Dingen, die alle nutzen können (Bastelzeug, Spiele, Süßigkeiten zum Teilen) und Erlebnissen, die ihr gemeinsam macht. An manchen Tagen kann ein Kind "dran sein" mit Auspacken, am nächsten das andere.

Mischformen

Viele Familien kombinieren beide Ansätze: Jedes Kind hat einen kleinen eigenen Kalender mit 12 Türchen (jeden zweiten Tag), plus es gibt einen gemeinsamen Familien-Kalender mit Aktivitäten und größeren Geschenken.

🛍️ Wo kaufe ich die Füllungen? Die besten Quellen

Die richtigen Einkaufsquellen zu kennen, spart Zeit und Geld.

Online-Shops

Im Internet findest du die größte Auswahl und oft gute Preise.

Empfehlenswerte Online-Quellen: Amazon (riesige Auswahl, oft Sets speziell für Adventskalender), Etsy (handgemachte und individuelle Dinge), spezialisierte Shops für Spielzeug, Bastelshops, oder Seiten wie "Adventskalender-Füllung.de", die sich darauf spezialisiert haben.

Vorteil: bequem von zu Hause, große Auswahl. Nachteil: Versandzeiten beachten, oft viel Verpackungsmüll.

Lokale Geschäfte

Auch vor Ort gibt es tolle Möglichkeiten.

Gute Anlaufstellen: 1-Euro-Shops (erstaunlich viel Brauchbares), Drogeriemärkte (dm, Rossmann – Bastelzeug, Kosmetik, Süßigkeiten), Discounter (Aldi, Lidl – saisonal oft Adventskalender-Füllungen), Spielwarengeschäfte, Buchhandlungen, Bastelgeschäfte, oder Schreibwarenläden.

Vorteil: Du siehst die Qualität direkt, unterstützt lokale Händler, kein Versand nötig. Nachteil: manchmal teurer, kleinere Auswahl.

Flohmärkte und Second Hand

Für Schnäppchenjäger und Nachhaltigkeits-Bewusste.

Was du dort findest: Bücher, Spielzeug, Sammelfiguren, Bastelmaterial, oder Vintage-Kleinigkeiten. Achte auf guten Zustand und reinige alles gründlich.

📝 Checkliste: So planst du deinen Adventskalender

Damit du nichts vergisst und entspannt in die Adventszeit startest, hier eine praktische Checkliste.

6-8 Wochen vorher (Anfang/Mitte Oktober)

  • Entscheidung: Welches Kalender-Format? (Säckchen, Schachteln, Holzkalender, etc.)
  • Budget festlegen: Wie viel möchtest/kannst du ausgeben?
  • Brainstorming: Liste mit 24 Ideen erstellen (nutze die Kategorien aus diesem Artikel)
  • Altersgerechte Auswahl: Passen alle Ideen zum Entwicklungsstand deines Kindes?
  • Bei Geschwistern: Strategie festlegen (eigene Kalender oder gemeinsamer?)

4-6 Wochen vorher (Ende Oktober)

  • Einkäufe tätigen: Online bestellen oder Geschäfte abklappern
  • DIY-Projekte starten: Backen, Basteln, Nähen – alles, was Zeit braucht
  • Verpackungsmaterial besorgen: Tütchen, Bänder, Sticker, etc.
  • Gutscheine gestalten: Ausdrucken oder handschriftlich erstellen

2-3 Wochen vorher (Mitte November)

  • Alles befüllen und verpacken: Nimm dir einen ruhigen Abend oder Nachmittag
  • Nummerieren: Jedes Päckchen mit dem richtigen Datum versehen
  • Kalender aufhängen/aufstellen: Aber so, dass Kinder nicht vorher dran kommen
  • Letzte Kontrolle: Hast du wirklich 24 Türchen? Nichts vergessen?

Ab 1. Dezember

  • Jeden Morgen ein Türchen öffnen lassen (oder wann es bei euch Tradition ist)
  • Die Freude genießen und vielleicht fotografieren
  • Erlebnis-Gutscheine zeitnah einlösen, damit sie nicht vergessen werden

❓ Häufige Fragen

Ab welchem Alter macht ein Adventskalender Sinn?

Grundsätzlich können schon Einjährige Freude an einem Adventskalender haben – allerdings verstehen sie das Prinzip noch nicht wirklich. Ab etwa zwei bis drei Jahren begreifen Kinder, dass jeden Tag ein neues Türchen geöffnet wird und die Vorfreude auf Weihnachten wächst. Wichtig ist, die Füllungen dem Alter anzupassen: Bei Kleinkindern müssen alle Teile groß genug sein, um nicht verschluckt zu werden, und robust genug, um nicht zu zerbrechen. Auch sehr einfache Dinge wie Luftballons, Seifenblasen oder Aufkleber machen in diesem Alter schon große Freude.

Muss ich wirklich 24 verschiedene Dinge finden?

Nein, Wiederholungen sind völlig in Ordnung! Kinder freuen sich auch über mehrere Flummis, verschiedene Stifte oder ähnliche Kleinigkeiten. Wichtig ist die tägliche Überraschung, nicht dass jedes Geschenk komplett einzigartig ist. Manche Eltern füllen auch bewusst mehrere Türchen mit der gleichen Kategorie – zum Beispiel eine Woche lang verschiedene Bastelmaterialien, die dann zusammen für ein Projekt genutzt werden können. Das nimmt Druck raus und ist oft sogar sinnvoller als 24 völlig unterschiedliche Dinge, die nichts miteinander zu tun haben.

Was mache ich, wenn mein Kind den Kalender vorzeitig plündert?

Das ist ein Klassiker und vielen Eltern passiert das mindestens einmal. Vorbeugend hilft: Den Kalender außer Reichweite aufhängen oder aufstellen, zumindest so, dass nicht alle Türchen gleichzeitig erreichbar sind. Wenn es doch passiert, bewahre Ruhe – dein Kind war einfach zu neugierig, das ist menschlich. Für die nächsten Jahre kannst du den Kalender besser sichern oder mit deinem Kind ein Gespräch über Vorfreude und Warten führen. Manche Eltern befüllen den Kalender auch erst nach und nach, sodass immer nur die nächsten paar Tage gefüllt sind – das ist zwar aufwendiger, verhindert aber größere "Unfälle".

Sollte ich Süßigkeiten komplett weglassen?

Das ist eine sehr persönliche Entscheidung. Komplett ohne Süßigkeiten ist möglich und hat Vorteile (keine tägliche Zuckerdosis, mehr Kreativität bei den Füllungen). Viele Familien fahren aber gut mit einer Mischung: An manchen Tagen gibt es eine Kleinigkeit zum Naschen, an anderen nicht. So bleibt die Spannung erhalten und Süßigkeiten werden nicht zum Selbstverständnis. Wenn du Süßigkeiten einplanst, können das auch besondere sein: selbstgebackene Kekse, hochwertige Schokolade, Trockenfrüchte oder Nüsse – nicht jeden Tag die gleiche Supermarkt-Schokolade.

Wie gehe ich mit unterschiedlichen Altersgruppen bei Geschwistern um?

Das ist tatsächlich eine Herausforderung. Eine Möglichkeit: Jedes Kind bekommt einen eigenen, altersgerechten Kalender – das ist fair, aber aufwendig. Alternative: Ein gemeinsamer Kalender mit Dingen, die beide nutzen können (Bastelmaterial, Spiele, Ausflüge) plus ein paar individuelle Türchen, die du farblich markierst ("rot für dich, blau für deine Schwester"). Oder: Manche Türchen sind für beide, andere wechseln sich ab. Wichtig ist, dass du mit den Kindern vorher besprichst, wie es läuft, damit es keine Enttäuschungen gibt. Ältere Kinder verstehen oft, dass die Kleinen andere Dinge brauchen – und umgekehrt.

Kann ich einen Adventskalender auch nachhaltig gestalten?

Absolut! Setze auf wiederverwendbare Kalender (Stoffsäckchen, Holzkalender), vermeide Plastikverpackungen, wähle natürliche Materialien (Holzspielzeug, Bienenwachsknete), setze auf Erlebnisse statt materielle Dinge, kaufe Second Hand, oder stelle selbst her. Auch die Füllungen können nachhaltig sein: Samen, Pflanzenzwiebeln, selbstgemachte Seife, Bienenwachstücher, oder Gutscheine (die produzieren gar keinen Müll). Ein nachhaltiger Adventskalender ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern vermittelt Kindern auch wichtige Werte.

Was, wenn mir mitten im Advent die Ideen ausgehen?

Auch das kann passieren, besonders wenn du spät dran bist mit der Vorbereitung. Schnelle Notfall-Lösungen: Gutscheine für Aktivitäten (die kosten nichts und sind schnell geschrieben), Dinge aus dem Haushalt, die dein Kind gebrauchen kann (neue Zahnbürste mit Motiv, Haargummis, Pflaster mit Bildern), selbstgebackene Kekse (gehen schnell), oder einfach mal ein Türchen mit einem Zettel "Heute darfst du dir etwas wünschen" – das kann eine Aktivität, ein Spiel oder eine kleine Regel-Ausnahme sein. Kinder sind oft flexibler als wir denken und freuen sich auch über spontane Ideen.

Ab wann sollte ich mit der Planung beginnen?

Idealerweise startest du Anfang bis Mitte Oktober mit der Planung. Das gibt dir genug Zeit zum Überlegen, Einkaufen (auch online mit Lieferzeiten) und für DIY-Projekte. Wenn du sehr organisiert bist oder viel selbst machst, kannst du auch schon im September anfangen. Spätestens Mitte November sollte alles fertig sein, damit du die Adventszeit selbst entspannt genießen kannst. Viele Eltern kaufen auch direkt nach Weihnachten reduzierte weihnachtliche Dinge für das nächste Jahr – das spart Geld und Zeit.

Nadine Scheiner

Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.

Mehr über Nadine →