Gesichtspflege – Welche Inhaltstoffe sind schädlich
Auf einen Blick
- Deine Gesichtshaut braucht Schutz vor UV-Strahlung, Abgasen und anderen Umwelteinflüssen – die richtige Pflege unterstützt sie dabei.
- Silikone, Parabene und zu viel Glycerin können Deiner Haut mehr schaden als nutzen – ein Blick auf die Inhaltsstoffe lohnt sich immer.
- Erst wenn Du Deinen Hauttyp kennst (sensibel, fettig, normal oder Mischhaut), findest Du die Pflege, die wirklich zu Dir passt.
Ob beim Geschäftstermin, im Supermarkt oder abends in der Bar – der erste Blick fällt fast immer auf Dein Gesicht. Eine gepflegte, straffe und frische Haut gibt Dir ein gutes Gefühl und hinterlässt einen positiven Eindruck. Doch bei der riesigen Auswahl an Gesichtspflege-Produkten ist es gar nicht so einfach, das Richtige für Deine Haut zu finden. Wir zeigen Dir, worauf es wirklich ankommt.
🌸 Was bewirkt eine Gesichtspflege?
Die Haut ist nicht nur das größte Organ unseres Körpers – sie kann auch ziemlich viel aushalten. Sie verfügt über eigene Mechanismen, die sie bei der Regeneration unterstützen, zum Beispiel durch den essenziellen Fett- und Säureschutzmantel. Doch heutzutage ist Deine Haut viel mehr schädlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt als noch vor einigen Hundert Jahren: UV-Strahlung, Abgase, Stress – all das strapaziert sie täglich.
Daher ist die Idee, Deiner Haut ein wenig auszuhelfen, gar nicht so verkehrt. Eine gute Gesichtspflege unterstützt und pflegt Deine Haut, schützt sie zuverlässig vor schädlichen Umwelteinflüssen und spendet außerdem ausreichend Feuchtigkeit.
Gut zu wissen: Deine Haut kann sich zwar selbst regenerieren, aber die richtige Pflege hilft ihr dabei, gesund und frisch zu bleiben – gerade bei den vielen Belastungen, denen sie täglich ausgesetzt ist.
🔍 Was eignet sich für Deine Haut?
Wenn Du eine effektive Gesichtspflege anwenden willst, kommst Du nicht drum herum, Deinen Hauttyp zu bestimmen. Hierzu gilt es, über einige Fragen nachzudenken:
- Wie fühlt sich Deine Haut morgens nach der Reinigung an? Kommt es zu einem unangenehmen Spannen oder ist sie eher weich und frisch?
- Wie sieht es am Nachmittag aus? Erscheint ein leichter Glanz an Stirn, Kinn und Nase – oder vielleicht sogar ein Ölfilm?
- Neigt Deine Haut zu Unreinheiten? Wie oft und wo bekommst Du Pickel?
- Ist Deine Haut ab und zu trocken und schuppt sie?
- Wo bilden sich erste Fältchen?
- Wie reagiert Deine Haut auf Stress? Verspürst Du Juckreiz, bekommt sie raue Stellen oder sogar Schwellungen?
Nach einer gründlichen Analyse Deines Hauttyps wirst Du eines der folgenden Ergebnisse bekommen: sensible Haut, fettige Haut, normale Haut oder Mischhaut. Sobald das Ergebnis feststeht, kannst Du eine passende Gesichtspflege mit Bedacht auswählen.
Die sensible Haut
Der sensible Hauttyp reagiert schnell und stark auf äußere Einflüsse – zum Beispiel mit Rötungen und Irritationen. Dem entsprechend kommt es darauf an, schonende Produkte anzuwenden, wie zum Beispiel Naturkosmetik. Darin sind meist schonende Inhaltsstoffe enthalten, die Deine Haut nach Möglichkeit wenig oder gar nicht strapazieren.
Die fettige Haut
Wenn Du merkst, dass es bei Dir zu einer übermäßigen Talgproduktion kommt, hast Du wahrscheinlich einen fettigen Hauttyp. Zwar kannst Du Dich damit trösten, dass sich bei fettiger Haut deutlich später Falten bilden – doch angenehm ist es trotzdem nicht. Für diesen Hauttyp eignet sich eine Gesichtspflege, die einerseits gegen Glanz vorgeht, andererseits aber ausreichend Feuchtigkeit spendet und die Haut nicht austrocknet. Sinnvoll kann auch eine Poren verfeinernde Gesichtspflege sein.
Die normale Haut
Normale Haut ist tatsächlich sehr unkompliziert, weil hier das Verhältnis von Feuchtigkeit und Fett ausgewogen ist. Meist hast Du mit diesem Hauttyp eine große Auswahl an Produkten und musst Dir selten Sorgen machen, ob Deine Haut es auch verträgt.
Mischhaut
Mischhaut besitzt sowohl fettige als auch trockene Partien. Entscheidend ist hierbei die T-Zone, welche Nase, Stirn und Kinn inkludiert. Während die T-Zone die fettige Region repräsentiert, sind die Wangen oft trocken. Auch hier kommt es auf eine Gesichtspflege an, die auf die entsprechenden Bedürfnisse abgestimmt ist.
Ich habe selbst lange gebraucht, um zu verstehen, dass meine Haut Mischhaut ist. Seitdem ich gezielt auf die verschiedenen Zonen achte, fühlt sich meine Haut viel ausgeglichener an.
⚠️ Welche Inhaltsstoffe sind schädlich?
Dein großer Vorteil ist, dass auf allen Kosmetikprodukten die Inhaltsstoffe klar aufgelistet sein müssen. Auf diese Weise wird es einfacher, die Qualität der Gesichtspflege einzuschätzen und schädliche Stoffe zu identifizieren. Gerade für Allergiker ist das ein unumgänglicher Prozess.
Achtung: Lies die Inhaltsstoffe immer genau durch – besonders wenn Du zu Allergien oder sensibler Haut neigst. Nicht alles, was gut riecht und sich gut anfühlt, ist auch gut für Deine Haut.
Konservierungsstoffe und Parfum
Vier Stoffe, die mit am häufigsten verwendet werden, um Cremes haltbarer zu machen, sind Disodium EDTA, Methylparaben, Phenosyethanol und Propylparaben. Gerade die Parabene stehen im Verdacht, bestimmte Allergien auszulösen. Wenn Du zu den Menschen gehörst, die eine trockene oder sensible Haut haben, solltest Du Dich besonders vorsehen. Fest steht, dass Parabene schon seit längerer Zeit in der Kosmetikbranche Verwendung finden und damit weitestgehend als sicher klassifiziert werden können. Gleichzeitig sind sie nicht unbedingt ein wünschenswerter Inhaltsstoff.
Zudem enthält eine Gesichtspflege häufig Parfum sowie Alpha-Isomethyl Ionone, welche vorrangig dafür dienen, den Eigengeruch der Pflegecreme zu überdecken. Problematisch ist, dass Duftstoffe automatisch auch Allergene sind.
Das Problem mit Silikonen
Silikonöl ist der Haut fremd, weshalb Dein Körper nicht in der Lage ist, es zu verarbeiten. Zudem hat es die Eigenschaft, nicht einzuziehen, sondern einen Film auf der Hautoberfläche zu bilden. Zwar kommt es dadurch kurzzeitig zu einem glatten Hautgefühl, weil kleine Fältchen mit dem Silikon gefüllt werden. Doch wirklich atmen kann Deine Haut unter diesem Silikonfilm nicht, was den Stoffwechsel verlangsamt und damit die Regenerationskraft der Haut schwächt.
Spätestens, sobald Du das Silikon wieder abspülst, kommt die immer noch strapazierte Haut hervor. Daher ist es riskant, bei Silikonöl von einer Gesichtspflege zu sprechen. Wenn Du diesen Inhaltsstoff entdeckst, meide das Produkt auf alle Fälle.
Tipp: Silikone erkennst Du oft an Endungen wie „-cone" oder „-siloxane" in der Inhaltsstoffliste – zum Beispiel Dimethicone oder Cyclomethicone. Lass diese Produkte lieber im Regal stehen.
Vorsicht bei Glycerin
Bei Glycerin handelt es sich zunächst um einen hautfreundlichen Feuchtigkeitsspender. Dennoch ist Vorsicht geboten, sollte es zu hoch dosiert sein. In diesem Fall droht Deine Haut nämlich auszutrocknen. Schon nach kurzer Zeit wird sie sich wieder spröde anfühlen und muss daher nachbehandelt werden. Achte deshalb darauf, dass Glycerin in der Auflistung der Inhaltsstoffe möglichst weit hinten steht.
✨ Welche Gesichtspflege ist die beste?
Novoskin Feuchtigkeitspflege
Bei der Novoskin Feuchtigkeitspflege handelt es sich um eine hautfreundliche Creme, die besonders viele feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe besitzt. In dermatologischen Tests für sensible Haut konnte herausgefunden werden, dass sie überaus geeignet und unbedenklich ist. Die vorliegende Feuchtigkeitspflege hilft außerdem, kleine Falten vorzubeugen und damit die Haut auch nachhaltig zu verändern. Nicht zuletzt sind dafür die Wirkstoffe auf pflanzlicher Basis verantwortlich.
Das enthaltene Hydractin spendet der Haut eine lang anhaltende Feuchtigkeit, während der Wirkstoff Radicare bei vorhandenen freien Radikalen hilft, indem er sie bekämpft und damit die Haut nachhaltig schützt. Weiterhin sorgen botanische Öle wie Cupuacu Butter und Panthenol dafür, dass die Barriereschicht der Haut zusätzlich gestärkt wird. Zuletzt zieht die Novoskin Gesichtspflege schnell ein, riecht angenehm und sorgt für ein schönes Frische-Gefühl.
Tagescreme von Annemarie Börlind
Die Annemarie Börlind Tagescreme kann als gutes Beispiel dafür genommen werden, dass eine Gesichtspflege überwiegend auch gute Wirkstoffe enthalten kann. In diesem Fall müssen vor allem folgende Substanzen positiv vermerkt werden: Panthenol, Zinkoxid, Rapssterin, Johanneskraut-Extrakt, Bisabolol und verschiedene Vitamine. Weiterhin setzt die Firma auf Nachhaltigkeit der eingesetzten Rohstoffe, weshalb auch hier Naturbelassenheit eine wichtige Rolle spielt.
Tagescreme von La Mer
Bei dieser Gesichtspflege handelt es sich um ein Produkt, das auf hochwertige Wirkstoffe setzt. Sie werden aus Meeresschlick gewonnen und sorgen aufgrund der aufwendigen Methode für höhere Kosten. Weiterhin enthalten sind Algenextrakt, Palmöl, Olivenöl, Sheabutter, Squalan und Vitamin E. Mithilfe dieser Wirkstoffe können die natürlichen Funktionen der Haut unterstützt und somit eine effektive Pflege und Regeneration aufrechterhalten werden.
Gerade Meeresschlick stellt eine angenehme Gesichtspflege dar. Nach der Anwendung wirst Du ein frisches und erholtes Hautgefühl haben. Doch auch ein Langzeiteffekt ist vorhanden. Die enthaltenen Antiaging Wirkstoffe mildern Falten und die vorzeitige Bildung von Alterszeichen. Natürlich unterliegt auch diese Creme den gängigen europäischen Standards und enthält daher keine Stoffe, die der Haut in irgendeiner Weise schaden können.
Skin and More Multi-Effekt
Auch die Skin and More Gesichtspflege zeichnet sich durch hochwertige Antifalten-Wirkstoffe aus. Darunter befinden sich SYN-AKE, Hyaluron und Schlangengift. Dieses Trio hilft ganz besonders, der Haut einen verjüngenden Effekt zu verleihen. Während SYN-AKE entspannend auf die Gesichts- und Halsmuskeln wirkt, sorgt die Hyaluronsäure für einen aufpolsternden Effekt, wodurch die Haut optisch glatter wirkt und die Feuchtigkeit besser bewahrt. Zuletzt ist es die Kombination aus Sheabutter, Squalan und Hamamelisextrakt, die die Hautfeuchtigkeit erhält und die Regeneration sichtlich fördert.
Tagespflege von Weleda
Weleda ist wohl eine der bekanntesten Kosmetikmarken und anderen Pflegeprodukten. Naturnähe zeichnet sie ganz besonders aus, weshalb Du kein Weleda-Produkt finden wirst, indem chemische Stoffe enthalten sind. Jahrelange Forschung hat dafür gesorgt, dass in der Weleda Gesichtspflege nur die besten natürlichen Wirkstoffe enthalten sind. So zum Beispiel: Sesamöl, Sonnenblumenöl, Arganöl, Olivenöl und Sheabutter.
Durch die zahlreichen botanischen Öle eignet sich die Creme auch für gereizte, sensible, strapazierte und trockene Haut. Weiterhin werden die regenerativen Prozesse angekurbelt und die Sichtbarkeit kleiner Falten gemildert. Besonders empfehlenswert ist diese Gesichtspflege für reifere Haut, weil die botanischen Öle einen dünnen Film hinterlassen und damit keine Feuchtigkeit mehr nach außen tritt.
Gut zu wissen: Naturkosmetik-Marken wie Weleda oder Annemarie Börlind setzen auf pflanzliche Wirkstoffe und verzichten auf chemische Zusätze – ideal, wenn Du Wert auf Natürlichkeit legst.
💪 Fazit – So findest Du die richtige Gesichtspflege
Es ist also gar nicht so einfach, die passende Gesichtspflege zu finden. Denn die Effektivität der Anwendung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen solltest Du Deinen Hauttyp bestimmen, um hinterher eine erfolgreiche Behandlung zu gewährleisten. Sobald Du weißt, ob Du trockene, sensible, normale, fettige oder Mischhaut hast, kann die Suche nach einer vernünftigen Gesichtspflege losgehen. Und wie Du schnell feststellen wirst, eignet sich bei Weitem nicht jede Creme für jeden Hauttyp.
Ein weiteres Kriterium, auf das Du achtgeben solltest, sind die Inhaltsstoffe. Zwar werben die meisten Hersteller damit, dass ihre Produkte völlig unbedenklich seien. Doch einen Blick auf die genauen Wirkstoffe solltest Du dennoch vollziehen. Entdeckst Du dann Silikone, Parabene oder eine übermäßige Konzentration Glycerin, schau Dich lieber nach einem alternativen Produkt um. Mit diesen Tipps hingegen kann Dir bei der Verwendung einer guten Gesichtspflege wenig passieren. Ganz im Gegenteil: Du wirst verblüfft sein, wie groß die Effekte einer hochwertigen Gesichtspflege sein können.
Häufig gestellte Fragen
Wie finde ich heraus, welchen Hauttyp ich habe?
Achte darauf, wie sich Deine Haut morgens nach der Reinigung anfühlt und wie sie im Laufe des Tages reagiert. Spannt sie? Glänzt sie in der T-Zone? Neigt sie zu Unreinheiten oder Trockenheit? Anhand dieser Beobachtungen kannst Du Deinen Hauttyp (sensibel, fettig, normal oder Mischhaut) bestimmen.
Warum sind Silikone in Gesichtspflege problematisch?
Silikone bilden einen Film auf der Hautoberfläche, der zwar kurzfristig für ein glattes Gefühl sorgt, aber die Haut am Atmen hindert. Das verlangsamt den Stoffwechsel und schwächt die Regenerationskraft Deiner Haut. Sobald Du das Silikon abspülst, kommt die strapazierte Haut wieder zum Vorschein.
Sind Parabene wirklich gefährlich?
Parabene werden schon lange in der Kosmetikbranche verwendet und gelten weitestgehend als sicher. Allerdings stehen sie im Verdacht, Allergien auszulösen – besonders bei trockener oder sensibler Haut. Sie sind nicht unbedingt ein wünschenswerter Inhaltsstoff, auch wenn sie nicht grundsätzlich gefährlich sind.
Wie viel Glycerin in der Gesichtspflege ist zu viel?
Glycerin ist grundsätzlich ein hautfreundlicher Feuchtigkeitsspender. Zu hoch dosiert kann es aber dazu führen, dass Deine Haut austrocknet und sich spröde anfühlt. Achte darauf, dass Glycerin in der Inhaltsstoffliste möglichst weit hinten steht – dann ist die Konzentration in Ordnung.
Welche Gesichtspflege eignet sich für sensible Haut?
Für sensible Haut eignen sich besonders schonende Produkte, zum Beispiel Naturkosmetik. Achte auf Inhaltsstoffe wie Panthenol, Bisabolol oder pflanzliche Öle. Vermeide Parfum, Parabene und Silikone, da diese Deine Haut zusätzlich reizen können.
Kann ich bei Mischhaut eine einzige Creme verwenden?
Ja, es gibt spezielle Gesichtspflege-Produkte für Mischhaut, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse abgestimmt sind. Sie spenden Feuchtigkeit für die trockenen Wangen und mattieren gleichzeitig die fettige T-Zone. Alternativ kannst Du auch verschiedene Produkte für die unterschiedlichen Partien verwenden.
Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.
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