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Nachtpflege Creme – Die Haut im Schlaf regenerieren

Nadine Scheiner Von Nadine Scheiner 15.04.2026 Lesezeit 13 Min.
Nachtpflege Creme - Die Haut im Schlaf regenerieren

Auf einen Blick

  • Nachtcremes sind intensiver als Tagescremes und verzichten auf UV-Schutz zugunsten pflegender Wirkstoffe
  • Die Haut regeneriert sich nachts am besten – Pflegestoffe können tief einziehen und optimal wirken
  • Wichtig ist die Abstimmung auf Deinen Hauttyp und Deine individuellen Bedürfnisse (Pflege, Anti-Aging, Unreinheiten)

Du stehst vor dem Regal und fragst Dich: Brauche ich wirklich eine extra Nachtcreme? Die Antwort ist: Ja! Denn während Du schläfst, läuft die Regeneration Deiner Haut auf Hochtouren. Mit der richtigen Nachtpflege unterstützt Du diesen natürlichen Prozess optimal – und wachst mit frischerer, gepflegter Haut auf.

✨ Was ist Nachtpflege Creme?

Nachtpflege Creme ist in der Regel eine besonders intensiv pflegende Creme, deren Wirkung sich am besten in der Nacht entfaltet. Dies liegt daran, dass die Inhaltsstoffe über Nacht besonders tief einziehen und somit wirken können. Außerdem ist diese Creme speziell für die Nacht entwickelt, sodass in der Regel auf schützende Inhaltsstoffe verzichtet wurde, und das Augenmerk mehr auf die pflegenden Substanzen gerichtet wurde.

Im Gegensatz zur Tagescreme enthält die Nachtcreme beispielsweise keinen Sonnen- oder UV-Schutz, sondern wird ganz gezielt für die reine Pflege entwickelt. Unter Umständen finden sich auch Nachtcremes, welche neben der Pflege eine weitere Wirkung besitzen. Oftmals werden Nachtcremes auch mit Zusatzstoffen wie beispielsweise Hyaluron angereichert, um die Haut nicht nur besonders intensiv zu pflegen, sondern um gleichzeitig einen Anti-Aging-Effekt zu bewirken.

Gut zu wissen: Deine Haut ist nachts keinen Umwelteinflüssen ausgesetzt – der perfekte Zeitpunkt für intensive Pflege ohne Schutzbarrieren.

🔍 Welche Nachtpflege Cremes gibt es?

Wie Du sicherlich bereits bemerkt hast, gibt es zahlreiche verschiedene Nachtpflege Cremes auf dem Markt, sodass die Wahl auf ein eigenes Pflegeprodukt sicherlich nicht leichtfällt. Schließlich möchtest Du eine optimale Pflege Deiner Haut bewirken und musst somit ganz individuell auf Deine Bedürfnisse abgestimmt wählen.

So findest Du die richtige Creme für Dich

Um das passende Produkt zu finden, kannst Du wie folgt vorgehen:

  • Bestimme zunächst Deinen Hauttyp
  • Überlege, welche Wirkung die Creme erreichen soll
  • Willst Du Deine Haut lediglich pflegen?
  • Erwartest Du eventuell, dass die Creme Hautunreinheiten entgegenwirkt?
  • Erwartest Du, dass die Nachtcreme Fältchen mindert oder ihnen vorbeugt?
  • Möchtest Du eine bestimmte Marke, weil Du vielleicht schon von anderen Pflegeprodukten eines Herstellers begeistert bist?
  • Was möchtest Du für Deine Pflegecreme ausgeben?

Tipp: Viele Hersteller bieten komplette Pflegeserien an – mit aufeinander abgestimmter Tages-, Nachtcreme und Maske. So ergänzen sich die Wirkstoffe optimal.

Erst wenn Du diese Fragen für Dich beantwortet hast, kannst Du ganz gezielt nach einer Nachtpflege Creme suchen. Wenn Du bereits eine bevorzugte Marke hast, kannst Du ganz gezielt nach einer Nachtpflege Creme dieses Herstellers suchen. Denn oftmals ist es so, dass ein Hersteller wirklich jedes erdenkliche Pflegeprodukt anbietet, das man sich vorstellen kann.

Die wichtigsten Nachtcreme-Typen im Überblick

  • Reine Pflege – Versorgt die Haut mit Vitaminen und zahlreichen Nährstoffen
  • Anti-Aging – Versorgt die Haut mit Vitaminen, Nährstoffen und beugt der Hautalterung, insbesondere der Fältchenbildung vor. Kann vorhandene Fältchen mindern
  • Trockene Haut – Pflegt, versorgt mit Nährstoffen und Vitaminen, geht auf die Bedürfnisse trockener Haut ein
  • Fettige Haut – Versorgt die Haut mit Nährstoffen und Vitaminen, beugt fettiger Haut vor

Ich habe jahrelang gedacht, eine Creme reicht für alles. Seit ich nachts eine spezielle Nachtcreme verwende, ist meine Haut morgens viel frischer und praller – das sehe ich wirklich im Spiegel.

Nadine Scheiner · Gründerin moms.de, zweifache Mutter

📅 Ab welchem Alter eignet sich die Nachtpflege Creme?

Wenn Du die Frage ganz kritisch siehst, dann wirst Du feststellen, dass sich eine Nachtpflege Creme bereits ab Säuglingsalter lohnt. Denn wie Du sicherlich weißt, werden Babys in der Regel stets nach dem Baden oder Waschen mit einer Pflegecreme eingecremt. Bei einem Säugling handelt es sich hierbei zwar nicht um spezielle Produkte, sondern eher um die Pflegecremes, welche auch tagsüber genutzt werden – aber ein Zusammenhang ist auch hier schon erkennbar.

Oftmals ist es dann so, dass Kinder ab einem bestimmten Alter nicht mehr eingecremt werden oder es für unnötig halten. Der Faktor Pflege für die Haut wird dann meistens erst wieder mit einem Alter von ca. 25 Jahren zu einem wichtigen Thema. In den meisten Fällen handelt es sich dann um Frauen, welche die ersten winzigen Fältchen erkennen und diese natürlich beseitigen möchten. Mit entsprechenden Nachtpflege Cremes ist dies in dem Alter sogar noch möglich, da das Bindegewebe in diesem Alter noch straffer ist als in späteren Jahren.

Achtung: Je früher Du mit der Pflege beginnst, umso besser. Ab 35 Jahren solltest Du ganz gezielt auf die Bedürfnisse Deiner Haut eingehen – dann machen sich die ersten Fältchen optisch bemerkbar.

Allerdings finden sich diverse Cremes im Handel, die auf wirklich jede Altersgruppe ab 30 Jahren gezielt entwickelt werden. Denn jedes Alter benötigt eine eigene Pflege. Dies liegt daran, dass beispielsweise die körpereigene Hyaluronsäure mit heranschreitendem Alter nicht mehr ausreichend entwickelt wird, um eine Faltenbildung zu vermeiden. Somit sind die Ansprüche an eine Pflegecreme sehr individuell und von sehr vielen Faktoren abhängig.

💪 Was ist das Besondere an einer Nachtpflege Creme?

Die Frage, was das Besondere an einer Nachtpflege Creme ist, stellen sich tatsächlich sehr viele Verbraucher. Denn diese gehen davon aus, dass eine einzige Creme sämtliche Bedürfnisse, welche die Haut hat, ausreichend deckt. Dies ist allerdings ein Irrtum.

Selbst wenn man in jungen Jahren den Pflegefaktor noch nicht wirklich ernst nimmt, im Laufe der Jahre wird dieses Thema präsent. Spätestens wenn die ersten Fältchen erst mal da sind, dann bereut man oftmals, dass man nicht schon in jungen Jahren vorbeugend gepflegt hat. Selbst wenn man sich in der Jugend täglich mit einer einzigen Tagescreme gepflegt hat, kann dies kein Ersatz für die Pflege mit einer guten Nachtcreme sein.

Der Unterschied zwischen Tages- und Nachtcreme

Das liegt bereits darin begründet, dass eine Nachtcreme darauf abgestimmt ist, die Haut explizit zu pflegen und mit den benötigten Vitaminen und Nährstoffen zu versorgen. Eine Tagescreme ist auf ganz andere Bedürfnisse abgestimmt. Denn sie versorgt zwar auch mit Vitaminen und Nährstoffen, ihre Wirkungsweise ist dennoch eine andere, da sie zusätzlich auch noch verschiedene Schutzfunktionen besitzt.

Denn am Tage ist insbesondere die sehr empfindsame Gesichtshaut sehr vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Sie ist neben den Händen ein Bereich am Körper, welcher in der Regel ungeschützt jedem Wetter trotzen muss. Deswegen befinden sich in ihr zum Beispiel ein Sonnenschutz und ein UV-Schutz, was bei einer reinen Nachtcreme nicht der Fall ist.

Denn in einer Nachtcreme können reine Pflegesubstanzen zum Tragen kommen. Somit ist sie wesentlich reicher an Pflegestoffen als eine Tagescreme. Die Wirkung einer Nachtcreme kann sich in der Nacht langsam entfalten und tatsächlich tief in die Hautschichten eindringen, ohne dass es einen besonderen Hautschutz bedarf. Darin liegt auch die Besonderheit einer Nachtcreme. Sie ist rein pflegend und – je nachdem, ob Du weitere Ansprüche an sie stellst – auch noch dahingehend entwickelt, spezielle Probleme zu beseitigen.

🌸 Worauf solltest Du bei einer Nachtpflege Creme achten?

Zunächst solltest Du tatsächlich darauf achten, alle oben aufgeführten Fragen zu beantworten, bevor Du Dich willkürlich für irgendeine Creme entscheidest. Du solltest dieses Pflegeprodukt regelmäßig vor dem Zubettgehen auftragen. Denn nur dann kann es seine Wirkung wirklich entfalten.

Die richtige Anwendung – Schritt für Schritt

  1. Reinige Dein Gesicht vorher gründlich
  2. Ob Du dies mit einem täglichen Peeling oder einem anderen Reinigungsprodukt durchführst, bleibt Deine Entscheidung
  3. Trage die Nachtcreme gleichmäßig auf Gesicht und Hals auf
  4. Lass die Creme vollständig einziehen, bevor Du Dich hinlegst

Tipp: Wenn Du Dich für die porentiefe Reinigung durch ein Peeling entscheidest, solltest Du unbedingt darauf achten, dass es sich um ein sanftes Peeling handelt, welches sich tatsächlich zur täglichen Anwendung eignet. Sonst riskierst Du Hautrötungen oder Hautreizungen.

Ein besonders gutes Pflegeergebnis bewirkst Du also durch eine tägliche Anwendung und täglich gründliche Reinigung. Denn nur durch eine Reinigung hast Du Deine Haut ausreichend auf die Aufnahme Deiner Nachtpflege Creme vorbereitet. Schließlich entfernst Du nicht nur alte Hautschüppchen, sondern öffnest gleichzeitig die Poren. Hierdurch stellst Du sicher, dass Deine Pflegecreme gut einziehen und somit gut wirken kann.

Wenn Du mit Deiner Pflegecreme lediglich ein sanfteres Erscheinungsbild der Haut erzielen willst, dann solltest Du gut abwägen, ob Du eine reine Vitamin- und Nährstoffpflege benutzen möchtest oder ob Du zusätzlich eine vorbeugende Wirkung erreichen möchtest, um beispielsweise der Fältchenbildung bereits den Kampf anzusagen, bevor sie einsetzt. Denn eines ist sicher: Mit den Jahren werden sich auch die ersten Fältchen entwickeln. Somit liegt es auf der Hand, dem vorzubeugen, wenn Du später optimal gepflegt und jung aussehen möchtest.

💰 Fazit: Die richtige Nachtcreme finden

Die Auswahl an Nachtpflege Cremes ist immens groß. Um ein wirklich geeignetes Produkt zu finden, welches den individuellen Ansprüchen wirklich gerecht wird, kann sich aufgrund der zahlreichen Produkte als sehr schwierig herausstellen. Es gilt unbedingt, die Pflegecreme auf die individuellen Bedürfnisse der Haut abzustimmen.

Diverse Nachtpflege Cremes haben lediglich eine pflegende Wirkung. Andere wiederum können sich auf Fältchenminderung oder als rein prophylaktische Maßnahme sehr gut eignen, um der Fältchenbildung frühzeitig entsprechend zu begegnen. Je nach Alter und Hauttyp hat die Haut unterschiedliche Bedürfnisse. Somit sollten sowohl das Alter als auch die gewünschte Wirkung miteinander abgestimmt werden.

In jungen Jahren kann allerdings ein rein pflegendes Produkt bereits ausreichend sein, um die erwarteten Ziele zu bewirken. Viele Cremes decken den Bedarf der Haut an Vitaminen und Nährstoffen ausreichend ab. Allerdings ist es dennoch ratsam, ergänzende Pflegeprodukte zu verwenden. Denn grundsätzlich gilt: Je früher Du mit der Pflege beginnst, umso früher macht sich das Ergebnis bemerkbar.

Gut zu wissen: Welches Pflegeprodukt nun tatsächlich das Beste ist, musst Du für Dich selber entscheiden. Bevor Du Dich fest für eine Nachtpflege Creme zur täglichen Anwendung entscheidest, solltest Du eventuell verschiedene Cremes versuchen, um Dich dann für jene entscheiden zu können, welche am besten wirkt.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich meine Tagescreme auch nachts verwenden?

Das ist nicht optimal. Tagescreme enthält UV-Schutz und andere Schutzfaktoren, die nachts nicht nötig sind. Nachtcreme ist reichhaltiger und konzentriert sich auf Regeneration und Pflege – ohne unnötige Zusätze. Deine Haut profitiert deutlich mehr von einer speziellen Nachtpflege.

Ab wann sollte ich mit Anti-Aging-Nachtcreme anfangen?

Vorbeugend kannst Du bereits ab Mitte 20 starten. Ab 35 Jahren wird es besonders wichtig, da sich dann die ersten Fältchen zeigen. Je früher Du beginnst, desto besser – Dein Bindegewebe ist in jüngeren Jahren noch straffer und reagiert besser auf Pflegestoffe.

Muss ich mein Gesicht vor der Nachtcreme wirklich reinigen?

Ja, unbedingt! Nur auf gereinigter Haut können die Wirkstoffe tief einziehen. Du entfernst alte Hautschüppchen und öffnest die Poren – so kann die Creme optimal wirken. Eine gründliche Reinigung ist die halbe Miete für schöne Haut.

Sind teure Nachtcremes wirklich besser als günstige?

Nicht unbedingt. Auch günstigere No-Name-Produkte können die gleiche Wirkung haben wie teure Markencremes. Wichtig ist, dass die Inhaltsstoffe zu Deinem Hauttyp passen. Probiere verschiedene Produkte aus und entscheide nach der Wirkung – nicht nach dem Preis.

Wie viel Nachtcreme soll ich auftragen?

Weniger ist mehr! Eine haselnussgroße Menge reicht für Gesicht und Hals. Trage die Creme gleichmäßig auf und lass sie vollständig einziehen, bevor Du Dich hinlegst. Zu viel Creme kann die Poren verstopfen und das Gegenteil bewirken.

Kann ich Nachtcreme auch bei unreiner Haut verwenden?

Ja, es gibt spezielle Nachtcremes für unreine Haut. Diese enthalten Wirkstoffe gegen Mitesser und Pickel und regulieren die Talgproduktion. Achte darauf, ein Produkt speziell für fettige oder unreine Haut zu wählen – dann profitierst Du von der intensiven Nachtpflege ohne verstopfte Poren.

Nadine Scheiner

Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.

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