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Kinderradiosender – Welche gibt es?

Nadine Scheiner Von Nadine Scheiner 09.05.2026 Lesezeit 9 Min.
Kinderradiosender - Welche gibt es?

Auf einen Blick

  • Es gibt mehrere hochwertige Kinderradiosender im deutschsprachigen Raum – sowohl öffentlich-rechtlich als auch privat
  • Die meisten Sender sind über Internet empfangbar, ein Internetradio (ca. 100 Euro) lohnt sich für einfache Bedienung
  • Neben Live-Sendern gibt es wertvolle Podcasts und Sendungen wie Ohrenbär oder Betthupferl

Radio speziell für Kinder – ja, so etwas gibt es wirklich! Und Du glaubst gar nicht, wie gerne die Kleinen einfach mal einem Hörspiel lauschen, Bastel- und Spieltipps verfolgen oder bei Musik mitsingen. Auf jeden Fall springt ein bisschen mehr Freizeit für Dich dabei raus, wenn die Kinder vor dem Radio sitzen.

📻 Die besten Kinderradiosender im Überblick

Radijojo – Die preisgekrönte Perle

Der gemeinnützige Kanal Radijojo ist ständig im Internet unter www.radijojo.org verfügbar und sendet teilweise auch per UKW. Ein Beirat wacht darüber, dass das Programm für Kinder zwischen drei und dreizehn Jahren auch pädagogisch Sinn macht. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ist Schirmherrin für die europäischen Projekte von Radijojo, der Dirigent und Intendant Daniel Barenboim garantiert als Schirmherr für die deutschen Projekte.

Radijojo ist wohl das ausgereifteste Projekt unter den deutschsprachigen Kinderradios – das beweisen Dutzende von Preisen, die das Team schon eingeheimst hat.

Tipp: Bei Radijojo dürfen die Kinder in vielen Sendungen selbst mitproduzieren – eine tolle Möglichkeit, aktiv dabei zu sein statt nur zu konsumieren.

Im täglichen Programm wechseln sich Musik und Wortbeiträge sinnvoll ab. Radijojo setzt zudem auf internationale Vernetzung und nimmt Deine Kinder dadurch in Reportagen und Musik oft mit auf eine Reise um die Welt. In der Internetpräsenz finden sich zudem Videos und auch Mitmachbereiche.

KiRaKa – Der öffentlich-rechtliche Klassiker

Der Kinder-Radio-Kanal (KiRaKa) des WDR ist die Alternative zu Radijojo und Radio Teddy, die über die GEZ-Gebühren finanziert wird. Hier darfst Du davon ausgehen, dass Deinen Kindern das vorgesetzt wird, was pädagogisch sinnvoll ist und neben Spaß auch Lerneffekte transportiert werden. KiKaRa ist ständig über das Internet empfangbar und in Zeitfenstern zudem auch über den Hörfunk.

Das Programm reicht von Musik und Konzerten über Livereportagen bis zu Hörspielen. Kindergerechte Nachrichten runden das Angebot genauso ab wie vielfältige Zusatzinformationen auf der Webseite von https://www1.wdr.de/kinder/radio/kiraka/. Multimedia-Reportagen, Mitmachangebote, eine Kummerbox und Verweise auf Fernsehsendungen – der WDR zieht hier alle Register.

Die Zielgruppe beginnt bei etwa zwei Jahren, und es wird sich lohnen, wenn Du KiKaRa eine Sendertaste zuweist.

Radio Teddy – Das private Vollprogramm

Der private Internetsender funkt unter www.radioteddy.de. Radio Teddy bietet ein Vollprogramm, von Musiksendungen über eine Morgenshow bis hin zu Ratgeberprogrammen. Auf der Internetpräsenz von Radio Teddy überzeugen auch kleine Spiele, Videos, ein spezieller Elternbereich und vieles mehr.

Kein Wunder also, dass Radio Teddy schon mehrfach ausgezeichnet wurde. Schaltet unbedingt mal rein und überzeugt Euch selbst!

Radio für Kinder ist eine wunderbare Alternative zum Bildschirm. Meine beiden lieben es, beim Spielen oder Basteln einfach Musik oder Hörspiele im Hintergrund laufen zu lassen – das regt die Fantasie viel mehr an als Fernsehen.

Nadine Scheiner · Gründerin moms.de, zweifache Mutter

LautFM – Kinderradio mit Wiedererkennungswert

Der Internetsender LautFM bietet einen Kinder- und einen Jugendkanal. Das private Internetradio findest Du unter www.laut.fm. Die Musik ist handverlesen, die Werbepausen halten sich in Grenzen. LautFM setzt im Kinderkanal auf Bekanntes wie Filmmelodien von der Biene Maja bis Heidi. Da gibt es für Deine Kleinen viel Wiedererkennungswert und es lässt sich gut mitsingen.

Im Jugendkanal wird die Musik schon aktueller, auch Partyhits gehören dort zum Programm.

Mein Kinderradio – Aus Wien für alle

Mein Kinderradio sendet aus Wien und ist im Internet unter www.meinkinderradio.at zu empfangen. Keine Angst – österreichischer Schmäh ist eher selten zu hören, meist wird Hochdeutsch gesprochen.

Das Programm wurde von Eltern entwickelt und richtet sich an Kinder zwischen zwei und zehn Jahren. Auf klassische Werbung verzichten die Macher.

Im Programm wechseln sich Musik und Ratgeber wie Back- und Kochtipps regelmäßig ab. Im Internet finden sich auch kleine Spiele und praxisorientierte Tipps für Eltern.

🎧 Podcasts und Sendungen – Die versteckten Schätze

Neben den aufgeführten Sendern, die tagsüber live On Air sind, verstecken sich viele weitere kindergerechte Perlen im Internet. Podcasts und regelmäßige Radiosendungen sind durchaus empfehlenswert, aber Du wirst Deinen Kindern dabei helfen müssen, sie zugänglich zu machen.

Gut zu wissen: Bei Podcasts und zeitversetzten Sendungen brauchst Du etwas mehr Technikverständnis – aber einmal eingerichtet, kannst Du auf prall gefüllte Archive zugreifen.

  • Der Ohrenbär vom rbb (www.radioberlin.de/programm/schema/ohrenbaer.html) läuft jeden Abend in Berlin und Umgebung im Radio, kann aber anderswo und zu anderer Zeit auch per Internet nachgehört werden. Bekannte Schauspieler lesen dort mit großer Empathie Geschichten für die Kleinen.
  • Bayern 1 bietet unter dem Stichwort "Betthupferl" (www.br.de/radio/bayern1/sendungen/betthupferl/index.html) tägliche Gutenacht-Geschichten, schon seit fünf Jahrzehnten – quasi eine Wundertüte wie Sesamstraße für die Ohren. Absolut ein Tipp!
  • Der KaKaDu (www.kakadu.de) im Deutschlandfunk nimmt Deine Liebsten mit in Hörspiele, das Programm kommt so bunt daher wie ein echter Papagei.
  • Der NDR bündelt seine Kinderprogramme unter dem Titel Mikado (www.ndr.de/info/sendungen/mikado/index.html). Von Buchtipps bis zu Hörspielen reicht das Spektrum, ein weiterer Schwerpunkt sind schulrelevante Themen, auf der Webpage auch für Leser, Lehrerinnen und andere Multiplikatoren aufbereitet.

💰 Lohnt sich ein Internetradio?

Anders als im Fernsehbereich, wo im deutschsprachigen Raum mehr als ein Dutzend Kanäle nonstop miteinander konkurrieren, musst Du Dich in Sachen Radio auf wenige gute Anbieter und ein bisschen mehr Technikverständnis im Vorfeld einstellen.

Wer seinen Kindern Gutes gönnen möchte, sollte unbedingt die etwa 100 Euro in ein spezielles Internetradio investieren. Die Vorteile liegen auf der Hand: Einmal programmiert, können Deine Kleinen über Sendertasten selbst Programm abrufen – und der Klang eines echten Lautsprechers erzieht nebenbei das Gehör, während eingebaute Soundquellen bei Computer, Tablet oder Smartphone doch eher plärren als klingen.

Tipp: Ein Internetradio mit vorprogrammierten Sendertasten macht Deine Kinder selbstständig – sie können ihr Lieblingsprogramm einfach per Knopfdruck starten.

✨ Warum Radio die Fantasie anregt

Ist der Schritt aber einmal getan, darfst Du auf große Archive zugreifen, findest begleitend im Internet Anregendes, Beschäftigendes und Entzückendes. Das gute alte Prinzip des Radios, Unterhaltung mit Information zu verbinden, hat nichts von seinem ganz speziellen Reiz verloren. Einfach mal zuhören, regt die Fantasie oft viel mehr an, als mit schnellen Schnittwechseln und grellen Farben auf einem großen Bildschirm bombardiert zu werden.

Häufig gestellte Fragen

Ab welchem Alter sind Kinderradiosender geeignet?

Die meisten Kinderradiosender richten sich an Kinder ab etwa zwei Jahren. KiRaKa und Mein Kinderradio starten bei zwei Jahren, Radijojo bei drei Jahren. Die Programme sind jeweils altersgerecht aufbereitet.

Brauche ich wirklich ein Internetradio oder reicht mein Smartphone?

Ein Smartphone funktioniert natürlich auch, aber ein Internetradio für etwa 100 Euro hat klare Vorteile: besserer Klang, einfache Bedienung per Sendertaste für die Kinder und kein Bildschirm, der ablenkt. Einmal programmiert, können Deine Kleinen selbstständig ihr Programm starten.

Welcher Kinderradiosender ist der beste?

Radijojo gilt als ausgereiftestes Projekt und wurde mit Dutzenden Preisen ausgezeichnet. Auch KiRaKa vom WDR ist pädagogisch wertvoll und bietet ein breites Spektrum. Am besten probierst Du mehrere Sender aus und schaust, was Deinen Kindern am besten gefällt.

Gibt es bei Kinderradios auch Werbung?

Das ist unterschiedlich: Öffentlich-rechtliche Sender wie KiRaKa sind werbefrei. Bei privaten Sendern wie Radio Teddy gibt es Werbung, bei LautFM hält sie sich in Grenzen. Mein Kinderradio verzichtet auf klassische Werbung.

Kann ich verpasste Sendungen nachhören?

Ja, die meisten Sender bieten Archive oder Podcasts an. Besonders reichhaltig sind die Archive von Ohrenbär, Betthupferl, KaKaDu und Mikado. Du brauchst allerdings etwas Technikverständnis, um Deinen Kindern den Zugang einzurichten.

Sind die österreichischen Sender auch für deutsche Kinder geeignet?

Ja, absolut! Mein Kinderradio aus Wien sendet meist auf Hochdeutsch, österreichischer Dialekt ist eher selten zu hören. Das Programm ist auch für deutsche Kinder bestens geeignet.

Nadine Scheiner

Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.

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