Backen mit Kindern macht Spaß und fördert das bewusste Essen
Auf einen Blick
- Gemeinsames Backen stärkt den Familienzusammenhalt und fördert die Persönlichkeitsentwicklung Deines Kindes
- Kinder, die früh in der Küche mithelfen, entwickeln ein gesünderes Verhältnis zu Lebensmitteln
- Selbstgemachte Alternativen zu Fastfood können genauso lecker sein – und machen stolz
Du kennst das vielleicht: Dein Kind steht vor der Küchentür und möchte unbedingt helfen. Viele Eltern zögern – aus Angst vor Chaos oder Verletzungen. Dabei ist gemeinsames Backen so viel mehr als nur Mehl und Eier verrühren: Es ist Quality Time, Lernzeit und eine wunderbare Chance, Deinem Kind ein gesundes Essverhalten mit auf den Weg zu geben.
🌸 Warum Backen mit Kindern so wertvoll ist
Die Mehrheit der Eltern hat längst erkannt, dass Kochen und Backen mit Kindern nicht nur anstrengend ist: Es fördert den Zusammenhalt der Familie, kann einen Beitrag zur Gesundheit leisten und wirkt sich positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes aus.
Natürlich sind Fertiggerichte schnell zubereitet und auch von Fastfood-Ketten kann man die Familie nicht dauerhaft fernhalten. Gerade diese Aspekte sind allerdings ein guter Ansporn, in der eigenen Küche kreativ zu werden.
Tipp: Eine KitchenAid oder ähnliche Küchenmaschine mit durchsichtiger Rührschüssel ist perfekt – so können die Kleinen genau beobachten, was passiert.
✨ Was Dein Kind beim Backen lernt
Die Kreativität Deines Kindes wird schon bei der Auswahl der Zutaten gefördert. Neben den wichtigsten Grundzutaten gibt es auch immer wieder Komponenten, die frei wählbar sind. Kinder finden es toll, hier mitentscheiden zu können und zu entdecken, wie sich die eigene Wahl auf das fertige Produkt auswirkt.
Spielerisch Wissen über Lebensmittel vermitteln
Ganz nebenbei kannst Du die gemeinsame Zeit in der Küche natürlich auch nutzen, um den Kleinen spielerisch Wissen über Lebensmittel zu vermitteln. Wenn Kinder schon früh lernen, dass Bio-Eier besser sind als die Eier aus der Legebatterie, wenn sie erfahren, warum Zucker nur sparsam verwendet werden sollte und welche positiven Eigenschaften ein Vollkornmehl mitbringt, beeinflusst Du dabei auch die kindliche Perspektive auf das Essen.
Meine Kinder lieben es, beim Backen mitzuhelfen – und ich liebe es, wie stolz sie sind, wenn sie ihr selbstgemachtes Brot oder ihre Muffins präsentieren. Das gemeinsame Werkeln in der Küche ist bei uns echte Quality Time geworden.
🍼 Gesund kann auch lecker sein
Zu viele Kinder wachsen mit dem Gefühl auf, dass gesunde Lebensmittel nicht lecker sein können. Meistens handelt es sich dabei allerdings um den Nachwuchs aus jenen Familien, in denen Fertiggerichte und Fastfood einen recht hohen Stellenwert haben.
Die tägliche Küchenpraxis, in die sich die Kinder gerne einbeziehen lassen, liefert aber ein vollkommen anderes Bild. Wer schon als Kleinkind Vollkornprodukte isst, schult automatisch den eigenen Geschmack.
Gut zu wissen: Zucker lässt sich in der Küche gut durch Honig, Agavendicksaft oder auch durch Bananen ersetzen. Wenn Kinder sich noch nicht zu sehr an den Geschmack von Zucker gewöhnt haben, sind ihnen die süßenden Alternativen oftmals sogar lieber.
💪 Die Fastfood-Challenge: Wir machen's besser!
Zu bestimmten Gelegenheiten muss auch der Besuch in der Burgerbude kein Tabu sein. Wichtig ist allerdings, dass Kinder ihn als etwas Besonderes begreifen. Wenn der Nachwuchs auf der Autofahrt in den Urlaub nach den berühmten goldenen Bögen Ausschau hält, kann daraus ein schönes Spiel werden, nicht jedoch im alltäglichen Berufsverkehr.
So wird's zum Abenteuer
Nicht jedes Kind kann natürlich begreifen, warum es an einem x-beliebigen Donnerstag keinen Hamburger aus dem Schnellrestaurant geben wird. Ein Streitfall muss daraus allerdings nicht werden: Vielleicht kannst Du das dortige Kindermenü zu Hause ja sogar besser hinbekommen als das Restaurant?
Kinder lieben derlei Herausforderungen und sehen locker darüber hinweg, wenn die Pommes Frites aus ungeschälten Kartoffeln geschnitten werden und das Burgerbrötchen beim Backen eine knusprige Konsistenz bekommt.
Tipp: Zu Hause kannst Du sogar gemeinsam über ein Dessert nachdenken – die frittierte Apfeltasche lässt sich auch gut durch zuckerfreie, mit Bananen gesüßte Muffins ersetzen. Wenn die Kleinen unbedingt auf ein heißes Dessert mit Apfel-Zimt-Geschmack pochen, kannst Du ein solches auch mit einem Löffel Honig im Topf anrühren.
Eltern, die dazu sogar noch eine Kugel Vanilleeis servieren, sind in den Augen ihrer Kinder wahre Superhelden. Vor allem natürlich dann, wenn die Kids bei der Zubereitung zuschauen können oder sogar mit einbezogen werden.
Auch die Wahl von einem passenden Geschirr kann den Spaß und den Genuss deutlich erhöhen.
Häufig gestellte Fragen
Ab welchem Alter können Kinder beim Backen mithelfen?
Schon Kleinkinder ab etwa 2 Jahren können einfache Aufgaben übernehmen – zum Beispiel Zutaten in die Schüssel geben oder beim Rühren helfen. Mit zunehmendem Alter können die Aufgaben komplexer werden.
Ist Backen mit Kindern nicht zu gefährlich?
Mit der richtigen Aufsicht und altersgerechten Aufgaben ist das Verletzungsrisiko gering. Scharfe Messer und heiße Backbleche bleiben natürlich in Deiner Hand – aber Teig kneten, Zutaten abmessen oder Plätzchen ausstechen können die Kleinen gut selbst.
Wie oft sollte man mit Kindern backen?
Idealerweise wird das gemeinsame Backen zu einem regelmäßigen Ritual – ob wöchentlich am Wochenende oder alle zwei Wochen. Wichtig ist, dass es für alle Beteiligten Spaß macht und nicht in Stress ausartet.
Was sind gute erste Rezepte zum Backen mit Kindern?
Muffins, einfache Kekse oder Bananenbrot sind perfekt für den Einstieg. Sie haben wenige Schritte, sind schnell fertig und das Ergebnis lässt sich direkt genießen – das motiviert!
Wie bringe ich meinem Kind bei, gesunde Zutaten zu bevorzugen?
Indem Du früh damit anfängst und spielerisch erklärst, warum bestimmte Zutaten besser sind. Wenn Kinder von klein auf Vollkornmehl, Honig statt Zucker und Bio-Eier kennenlernen, entwickeln sie automatisch einen Geschmack dafür.
Was mache ich mit dem ganzen Chaos nach dem Backen?
Aufräumen gehört dazu – und kann auch Teil des Lernprozesses sein. Lass Dein Kind altersgerecht mithelfen, zum Beispiel beim Abwischen der Arbeitsfläche oder beim Einräumen der Schüsseln. So lernt es Verantwortung für die eigenen Aktionen.
Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.
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