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Kinderfahrradhelme – So findet ihr den Sichersten

Nadine Scheiner Von Nadine Scheiner 02.03.2026 Lesezeit 12 Min.
Kinderfahrradhelme - So findet ihr den Sichersten

Auf einen Blick

  • Die richtige Helmgröße ermittelst Du durch Messen des Kopfumfangs oberhalb der Augenbrauen
  • Ein guter Kinderhelm wiegt wenig, hat Lüftungslöcher und trägt das CE-Prüfsiegel
  • Der Helm sitzt richtig, wenn er gerade auf dem Kopf liegt und noch ein Finger zwischen Kinn und Gurt passt

Dein Kind saust begeistert mit dem Fahrrad durch die Gegend – und Du möchtest sicher sein, dass sein Kopf bestmöglich geschützt ist. Die Auswahl an Kinderfahrradhelmen ist riesig, doch welcher sitzt wirklich gut und bietet echte Sicherheit? Hier erfährst Du alles, was Du wissen musst, um den perfekten Helm für Dein Kind zu finden.

🔍 Welche Helmgrößen gibt es für Kinder?

Oberstes Kriterium eines guten Kinderfahrradhelms ist die richtige Größe. Der Helm muss gut sitzen, sollte nicht zu eng am Kopf anliegen, aber auch nicht zu viel Spielraum zwischen Kopf und Kopfschutz lassen. Für den richtigen Halt sorgen neben Gurtriemen auch Polsterungen im Innenteil des Helms. Diese können je nach Modell auch durch schmalere ausgetauscht werden und lassen sich so leicht dem wachsenden Kinderkopf anpassen.

Bei den Helmen gibt es zwar standardisierte Größen, trotzdem variieren diese von Hersteller zu Hersteller. Einen groben Richtwert stellen sie dennoch dar:

  • Größe XS: für Kinder ab etwa einem Jahr
  • Größe S: für Kinder ab etwa zwei Jahren
  • Größe S/M: für Kinder ab etwa drei Jahren
  • Größe M: für Kinder ab etwa vier Jahren

Gut zu wissen: Je nach Wachstum und Körperbau Deines Kindes können diese Größeneinteilungen entsprechend variieren. Der Kopfumfang ist immer aussagekräftiger als das Alter.

📏 So ermittelst Du die perfekte Helmgröße

Das ist eigentlich ganz leicht. Einfach Maßband und Kind geschnappt und schon beginnt die Ausmessung:

  1. Wickle das Maßband sanft oberhalb der Stirn um den Kopf Deines Kindes
  2. Achte darauf, dass das Maßband oberhalb der Augen entlangläuft und über die Ohren führt
  3. Das Maßband sollte nicht zu eng um den Kopf gewickelt sein – es braucht noch etwas Spiel
  4. Lies die Zahlen ab – schon hast Du den Kopfumfang ermittelt

Tipp: Solltest Du kein Maßband zur Hand haben, kannst Du auch einfach ein Stück Garn benutzen. Das genau wie oben beschrieben um den Kopf binden, dann am Garn die Länge markieren und anschließend das Garn entlang eines Zollstocks auslegen.

✨ Worauf Du beim Helmkauf achten solltest

Die Wahl des Fahrradhelms sollte wohl überlegt sein. Es kommt nicht nur auf Kopfumfang und Größe an. Es gibt ein paar Kriterien, auf die Du unbedingt achten solltest:

Gewicht

Nicht nur die Größe eines Kinderfahrradhelms ist wichtig, auch das Gewicht ist von Bedeutung für den Kauf. Ein Kindernacken ist längst nicht so stark wie der eines Erwachsenen und sollte daher nie zu viel Gewicht tragen müssen. Dank der Kunststoffe, die bei Kinderhelmen verarbeitet werden, sind auch die sichersten Kinderhelme nicht wirklich schwer und können leicht getragen werden, ohne ungemütlich zu werden.

Umso leichter der Helm ist und je besser er passt, umso weniger wird es Deinem Kind auffallen, dass es überhaupt einen Helm trägt – und das ist das Beste. Denn Kinder haben nur ungern das Gefühl, in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt zu werden.

Tragekomfort und Atmungsaktivität

Zusätzlich sollte der Kinderhelm, den Du Dir aussuchst, einen bestimmten Komfort erfüllen und auch atmungsaktiv sein. Unter einem Helm zu schwitzen ist sehr unangenehm und fördert an kalten Tagen auch die Erkältungsgefahr. Im Sommer ist es hingegen nur nervig und sorgt für unnötige Anspannung.

Daher solltest Du immer darauf achten, dass der Kinderfahrradhelm Lüftungslöcher hat, die für ausreichend Luftzirkulation sorgen. Bei den Polstern ebenfalls darauf achten, dass sie Sauerstoff durchlassen und bei längerem Tragen durch Wärmestau nicht unangenehm werden.

Gut zu wissen: Bei guten Modellen haben die Lüftungsschlitze keine Auswirkung auf die Stabilität des Helms.

Ein Helm, den das Kind gerne trägt, ist Gold wert. Ich achte bei meinen beiden immer darauf, dass der Helm leicht ist und gut belüftet – dann gibt es auch kein Theater beim Aufsetzen.

Nadine Scheiner · Gründerin moms.de, zweifache Mutter

Riemen und Schnallen

Wenn Du Dir ein passendgroßes Modell mit schöner Optik, Lüftungslöchern und einem guten Halt ausgesucht hast, solltest Du noch schnell einen Blick auf die Gurte und Verschlüsse werfen. Achte unbedingt darauf, dass die Klemmgefahr möglichst gering ist. Auch wenn Dein Kind mal alleine an den Schnallen rumspielt, sollte es zum einen nicht leicht möglich sein, den Gurt zu öffnen und zum anderen aber auch nur schwer möglich sein, sich die Fingerchen zu klemmen.

Bei den Schnallen unbedingt darauf achten, dass sie sich leicht bedienen lassen und hochwertig verarbeitet sind. Du wirst unzählige Male die Riemen verstellen und die Schnallen lösen und schließen. Umso wichtiger, dass das häufig in stressigen Situationen und im Handumdrehen gemacht werden kann.

Die Riemen sollten einerseits besonders stabil sein – also sehr gut verarbeitet und aus guten Materialien gefertigt –, aber andererseits auch einen gewissen Komfort gewährleisten. Also entweder harte Stoffe mit zusätzlichen Polstern wählen oder robusten und zugleich bequemen Stoff aussuchen. Auch sollten die Riemen nicht zu schmal sein, da sie sonst leicht in die zarte Gesichtshaut schneiden.

Prüfsiegel

Zuletzt gibt es noch die Möglichkeit, nach Prüfsiegeln Ausschau zu halten. Kinder-Fahrradhelme werden eingehend geprüft, bevor sie überhaupt auf den Markt kommen und erhalten nur bei bestätigter Qualität das bekannte CE-Prüfsiegel. Es garantiert, dass der Helm den gängigen Standards entspricht.

Achtung: Kaufe nur Helme mit CE-Prüfsiegel. Dieses Siegel bestätigt, dass der Helm alle wichtigen Sicherheitsstandards erfüllt.

🔧 So stellst Du den Helm richtig ein

Auch wenn die richtige Helmgröße das A und O eines guten Kinderfahrradhelms ist, musst Du beim Gebrauch einiges beachten, damit der Schutz auch optimal gewährleistet wird.

Richtiger Sitz

Kinder-Fahrradhelme müssen immer richtig auf den Kopf gesetzt werden. Der Helm sollte gerade getragen werden und Stirn und Hinterkopf des Kindes ausreichend schützen. Es sieht manchmal knuffig aus, doch so ist es auch genau richtig, wenn der Helm wie eine zu große Mütze den gesamten Kopf Deines Kindes schützt, also kurz über den Augenbrauen einmal herum den gesamten Kopf gut bedeckt.

Helmsystem einstellen

Damit die perfekte Helmposition erreicht werden kann, haben viele Kinderfahrradhelme mittlerweile eigene Verstellsysteme. Diese sind unter der schützenden Hülle des Helms versteckt und ermöglichen Dir, den Helm perfekt an den Kopf des Kindes anzupassen. Einige erlauben das Justieren per Drehrad, andere haben Systeme aus Gurten und Schnallen. Achte beim Anlegen darauf, dass ein guter Halt gesichert ist. Es sollte jedoch so eingestellt sein, dass der Kopf Deines Schatzes nicht zu eng umschlossen wird.

Riemen richtig justieren

Die Riemen halten den Helm sicher am Kopf fest, egal wie viel das Kind sich auch bewegt. Die Riemen sollten dabei so eingestellt sein, dass sie auf beiden Seiten eng am Kopf anliegen, ohne sich in den Kopf zu schneiden. Achte auch darauf, dass das Kinnband für einen besseren Sitz sorgt. Es muss eng genug am Kinn anliegen, es sollte aber noch ein kleiner Finger zwischen Gesicht und Gurt passen.

Tipp: Der Fingertest hilft: Wenn noch ein Finger zwischen Kinn und Gurt passt, sitzt der Helm perfekt – nicht zu eng und nicht zu locker.

🛡️ Sicherheitsstandards bei Kinderfahrradhelmen

Bevor ein Kinderfahrradhelm auf den Markt kommt, wird er zigfach geprüft. Dabei werden einige Kriterien beleuchtet, die Du auch beim Kauf Deines Helms begutachten kannst.

Material

Kinder-Fahrradhelme werden meist aus Plastik bzw. einer bestimmten Zusammensetzung aus Kunststoffen gefertigt. Diese garantieren die beste Sicherheit und sind auf Alltagssituationen genauso wie auf Extremsituationen eingestellt. Kunststoffe werden immer strengen Kontrollen unterzogen, um sicherzustellen, dass sie auch nicht gesundheitsgefährdend sind.

Umso genauer achtet man bei Gegenständen, die in Kindergebrauch sind, auf die Unbedenklichkeit der Stoffe. Bei Kinderhelmen werden besonders auch die Polster und Riemen auf ihre Zusammensetzung hin untersucht. Hersteller müssen hier scharfe Grenzwerte einhalten, damit ihr Helm überhaupt auf den Markt kommen kann. Auf Weichmacher und bestimmte Kohlenwasserstoffe wird hier genau geachtet, da diese im Verdacht stehen, die Gesundheit zu gefährden.

Verarbeitung

Weiter wird die Verarbeitung genau unter die Lupe genommen. Bei einer Rundumprüfung wird ein Blick auf die Verklebungen geworfen und es wird geschaut, dass Sturzschutz und Helm robust miteinander verbunden sind. Auch auf die Verarbeitungen der Materialien wird genau geachtet. Sind alle Materialien gut verarbeitet? Hält der Kinderfahrradhelm Wind und Wetter stand und trotzt er auch großen Temperaturschwankungen problemlos? All diese Kriterien stehen auf dem Prüfstand, um sicherzustellen, dass der Helm auch den Sicherheitsstandards entspricht.

Handhabung

Bei der Prüfung der Handhabung muss sichergestellt sein, dass sich Riemen leicht lockern lassen, Schnallen problemlos funktionieren und der Helm leicht auf- und wieder abgesetzt werden kann.

Aufpralltest

Am allerwichtigsten ist aber der Aufpralltest. Nur bitte nicht zuhause nachmachen! Der Helm sollte nie aus Absicht oder Spaß fallen gelassen werden, da er sonst Schaden nehmen kann. Bei dem wichtigen Aufpralltest schaut man, ob der Helm auch größeren Unfallsituationen standhält. Er muss dabei nicht nur den Aufprall abwehren, sondern vor allem auch ausreichend federn, um den Sturz sicher abzufangen.

Achtung: Lass den Helm niemals absichtlich fallen! Selbst wenn äußerlich nichts zu sehen ist, können innere Strukturen beschädigt werden und der Schutz ist nicht mehr gewährleistet.

Häufig gestellte Fragen

Ab welchem Alter braucht mein Kind einen Fahrradhelm?

Sobald Dein Kind auf einem Fahrrad, Laufrad oder im Fahrradanhänger mitfährt, sollte es einen Helm tragen. Die kleinsten Helme (Größe XS) sind bereits für Kinder ab etwa einem Jahr geeignet.

Wie oft muss ich einen neuen Helm kaufen?

Ein Helm sollte ausgetauscht werden, wenn er nicht mehr richtig passt, sichtbare Beschädigungen aufweist oder nach einem Sturz. Auch nach etwa 3-5 Jahren kann das Material ermüden, selbst wenn der Helm nicht benutzt wurde.

Kann ich einen gebrauchten Helm kaufen?

Das ist nicht empfehlenswert. Du kannst nicht sicher sein, ob der Helm bereits einen Sturz hinter sich hat. Selbst kleine Risse, die von außen nicht sichtbar sind, können die Schutzwirkung erheblich mindern.

Mein Kind will den Helm nicht tragen – was kann ich tun?

Lass Dein Kind den Helm selbst aussuchen – Lieblingsfarbe oder coole Motive helfen oft. Sei selbst Vorbild und trage auch einen Helm. Erkläre kindgerecht, warum der Helm wichtig ist, und mache das Aufsetzen zur selbstverständlichen Routine vor jeder Fahrt.

Wie reinige ich den Kinderfahrradhelm richtig?

Die Außenschale kannst Du mit einem feuchten Tuch und etwas mildem Spülmittel abwischen. Die Polster lassen sich bei vielen Modellen herausnehmen und per Hand waschen. Achte darauf, dass alles vollständig getrocknet ist, bevor Du den Helm wieder verwendest.

Woran erkenne ich, dass der Helm richtig sitzt?

Der Helm sitzt waagerecht auf dem Kopf, etwa zwei Finger breit über den Augenbrauen. Er sollte nicht wackeln, wenn Dein Kind den Kopf schüttelt. Zwischen Kinn und Kinnriemen passt noch ein Finger. Die Seitengurte bilden ein Dreieck unter den Ohren.

Nadine Scheiner

Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.

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