Gesichtsreinigung während der Schwangerschaft
Auf einen Blick
- Schwangerschaftshormone machen die Haut trockener und empfindlicher – milde Reinigung ist jetzt besonders wichtig
- Seifenfreie Produkte schützen den natürlichen Säureschutzmantel und bewahren Feuchtigkeit
- Reinigungsmilch für trockene Haut, Gel oder Schaum bei fettiger Haut – immer pH-neutral wählen
Deine Haut fühlt sich plötzlich anders an? Trockener, empfindlicher, vielleicht sogar unrein? Das kennen viele Schwangere. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Gesichtsreinigung kannst Du Deine Haut sanft unterstützen – ohne sie zusätzlich zu stressen.
🌸 Was passiert mit der Haut in der Schwangerschaft?
Durch die Hormonumstellung in der Schwangerschaft wird die Haut zunehmend trockener und dünner. Sie produziert weniger schützende Hautfette und auch die Durchblutung der kleinsten Blutgefäße lässt nach. In der Schwangerschaft leiden Frauen daher häufiger unter blauen Flecken, denn schwaches Bindegewebe ist schlechter geschützt und kann schneller reißen.
Auch die empfindliche Gesichtshaut neigt nun mehr zu Irritationen und Hautunreinheiten. Reinigungsmittel auf Seifenbasis strapazieren die Hautbarriere zusätzlich – die hauteigenen Fettstoffe werden ausgewaschen und die ohnehin schon trockene Haut verliert zusätzlich Feuchtigkeit.
Achtung: Aggressive Seifen entziehen Deiner Haut jetzt noch mehr Feuchtigkeit. Greife lieber zu milden, pH-neutralen Produkten, die Du mit weichen Gesichtsbürstchen oder den Händen aufschäumen kannst.
✨ Warum gründliche Reinigung so wichtig ist
Die gründliche Reinigung der Gesichtshaut gehört zum täglichen Pflegeritual. Ziel der Reinigung ist es, die Haut von Schmutzpartikeln, Resten von Make-up und Talg zu reinigen, so dass sie wieder atmen kann. Wird die Haut nicht gut gereinigt, verstopfen die Poren und Hautentzündungen, Pickel oder Mitesser entstehen.
Gleichzeitig sorgt die Reinigung dafür, dass Wirkstoffe aus hochwertigen Pflege- und Beautyprodukten wie Cremes, Masken und Konzentraten in die tieferen Hautschichten einziehen können.
Gut zu wissen: Wasser allein reicht nicht aus! Talg, Fett und Cremereste können nur mit geeigneten Reinigungsprodukten entfernt werden.
In beiden Schwangerschaften habe ich auf milde Reinigungsmilch gesetzt – meine Haut war einfach zu empfindlich für alles andere. Seitdem schwöre ich auf sanfte Pflege statt aggressive Produkte.
🔍 Welches Produkt passt zu Deiner Haut?
Die empfindliche Haut braucht während der Schwangerschaft eine besonders schonende Reinigung, die der Haut nicht noch zusätzlich Feuchtigkeit entzieht. Bei hormonbedingte Hautunreinheiten sind hautschonende Reinigungsmittel wie seifenfreien Syndets oder Peelings geeignet. Während die trockene Haut eine milde Reinigungsmilch bevorzugt, darf eine fettige Haut schon mal mit Schaum oder Gel gereinigt werden.
Reinigungsmilch – für trockene und empfindliche Haut
Reinigungsmilch klärt die empfindliche Haut mit beruhigenden Wirkstoffen wie Kamille und Calendulaöl. Mit der Reinigung wird zugleich der Säureschutzmantel der Haut gestärkt. Das ist besonders wichtig bei Haut, die zu Neurodermitis neigt.
So wendest Du sie an: Morgens und abends mit kreisenden, massierenden Bewegungen auf der feuchten Haut auftragen und anschließend mit klarem Wasser abspülen oder trocken abnehmen.
Tipp: Reinigungsmilch ist ideal, wenn Deine Haut spannt oder zu Rötungen neigt. Sie reinigt sanft, ohne auszutrocknen.
Reinigungsschaum – luftig-leicht und effektiv
Schaum oder Mousse ist sehr bequem und effektiv, um die Haut von Schmutz und Make-up Resten zu reinigen. Meist handelt es sich um eine wasserbasierte Reinigungssubstanz mit Schaumbildnern. Reinigungsschaum ist luftiger und flüssiger als ein Gel und lässt sich durch die angenehme und zarte Textur leicht auftragen.
Je nach Produkt finden sich Zusätze wie Thermalwasser, Pflanzenextrakte, Fruchtsäuren oder Vitamine, die die Haut zusätzliche pflegen und Feuchtigkeit spenden.
So wendest Du ihn an: Auf der Gesichtshaut aufschäumen, einige Sekunden einwirken lassen und mit reichlich Wasser abspülen.
Reinigungsgel – erfrischend und vielseitig
Ein kühles Gel reinigt erfrischend und auf wohltuende Weise. Es klärt und säubert die Haut zuverlässig von Verschmutzungen und ist für alle Hauttypen gut verträglich. Zusätze wie Nachtkerzenöl, D-Panthenol und milde Tenside bewahren den natürlichen Schutzfilm der Haut und schützen sie vor Feuchtigkeitsverlust.
Reinigungsgel verwandelt sich auf der Haut zu einem zarten Schaum und ist sehr sparsam in der Anwendung.
Achtung: Das Wasser sollte beim Abspülen nicht zu heiß sein. Heißes Wasser trocknet die Haut aus – lauwarmes Wasser ist ideal.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich meine normale Gesichtsreinigung in der Schwangerschaft weiterverwenden?
Das kommt auf das Produkt an. Wenn Du bisher milde, seifenfreie Produkte verwendet hast, kannst Du sie meist weiterverwenden. Bei aggressiven Seifen oder stark parfümierten Produkten solltest Du auf sanftere Alternativen umsteigen, da Deine Haut jetzt empfindlicher ist.
Wie oft sollte ich mein Gesicht in der Schwangerschaft reinigen?
Morgens und abends ist ideal. Die Morgenreinigung entfernt überschüssigen Talg der Nacht, die Abendreinigung befreit die Haut von Make-up, Schmutz und Umweltpartikeln. Mehr als zweimal täglich kann die Haut unnötig austrocknen.
Reicht Wasser allein zur Gesichtsreinigung aus?
Nein, Wasser allein kann Talg, Fett und Cremereste nicht entfernen. Du brauchst ein mildes Reinigungsprodukt, damit Deine Poren nicht verstopfen und Pflegeprodukte optimal wirken können.
Was hilft bei Schwangerschaftsakne?
Bei hormonbedingten Hautunreinheiten sind hautschonende Reinigungsmittel wie seifenfreie Syndets oder sanfte Peelings geeignet. Vermeide aggressive Produkte – sie können das Problem verschlimmern.
Welche Inhaltsstoffe sollte ich in der Schwangerschaft meiden?
Vermeide aggressive Tenside, Alkohol und stark parfümierte Produkte. Setze stattdessen auf beruhigende Wirkstoffe wie Kamille, Calendulaöl, D-Panthenol oder Nachtkerzenöl, die die Hautbarriere schützen.
Warum bekomme ich in der Schwangerschaft schneller blaue Flecken?
Die Hormonumstellung schwächt das Bindegewebe und die Durchblutung der kleinsten Blutgefäße lässt nach. Dadurch ist die Haut weniger geschützt und blaue Flecken entstehen schneller. Das ist normal und gibt sich nach der Schwangerschaft meist wieder.
Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.
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