Regenbogenbaby – Schwanger werden nach Totgeburt
Auf einen Blick
- Ein Regenbogenbaby ist ein Kind, das nach einer Fehlgeburt, Totgeburt oder einem frühen Verlust zur Welt kommt – ein Hoffnungsschimmer nach dem Sturm.
- Etwa 30 Prozent aller Frauen erleben im Laufe ihres Lebens eine Fehlgeburt – Du bist nicht allein mit Deiner Trauer.
- 70 Prozent der Frauen, die direkt nach einer Fehlgeburt wieder versuchen schwanger zu werden, haben innerhalb von drei Monaten Erfolg.
Wenn Du schon einmal in einem Elternforum unterwegs warst, bist Du vielleicht über den Begriff „Regenbogenbaby" gestolpert. Dahinter verbirgt sich eine wunderschöne und zugleich bewegende Geschichte – von Verlust, Trauer und neuer Hoffnung. Lass uns gemeinsam einen Blick darauf werfen, was dieser Begriff bedeutet und wie Du nach einem frühen Verlust wieder Mut fassen kannst.
🌈 Was ist ein Regenbogenbaby?
Mit dem Begriff Regenbogenbaby sind Kinder gemeint, die nach einem frühen Verlust auf die Welt kommen. Das kann eine Totgeburt sein, aber auch nach einer Fehlgeburt oder einem plötzlichen Kindstod wird der Begriff Regenbogenkind oft benutzt. Er grenzt sich ab von dem Wort Sternenkind oder Sternkind, das für die verlorenen Kinder genutzt wird.
Warum wird aber ausgerechnet dieser Begriff genutzt? Ein Regenbogenkind ist die Hoffnung nach tiefer Trauer. Wie ein Regenbogen, der nach einem Sturm am Himmel erscheint. Ein Regenbogenbaby ist ein Hoffnungsschimmer und der Begriff soll Mut machen.
Gut zu wissen: Für einige Eltern symbolisiert ein Regenbogen auch die Verbindung zwischen Himmel und Erde – eine kleine Seele ist in den Himmel gegangen, eine kleine Seele ist zu ihnen gekommen.
Andere Eltern stehen dem Begriff nicht so positiv gegenüber. Manchmal wird der Tod umgangssprachlich damit beschrieben, dass jemand „über den Regenbogen geht". Wer diese Assoziation im Kopf hat, wird eher nicht auf den Begriff Regenbogenbaby zurückgreifen.
Für manche Menschen steckt hinter dem Begriff des Regenbogenbabys auch ein anderer Gedanke. In diesem Fall gehen die Eltern davon aus, dass die Seele des Sternenkindes nur kurz zurückgeschickt wurde und später als Regenbogenbaby in einem gesunden Körper wiederkommt. Beide Interpretationen können tröstlich sein.
🏥 Welche Gründe gibt es für eine Fehl- oder Totgeburt?
Es gibt viele Gründe, die eine Fehl- oder Totgeburt verursachen können. In vielen Fällen kommt es schon in der Frühschwangerschaft zu Problemen und die Fehlgeburt wird als normale Regelblutung erlebt. In diesem Fall gab es oft ein Problem vor oder kurz nach der Einnistung und der Embryo war nicht überlebensfähig.
Medizinisch wird eine Fehlgeburt vor der 13. Schwangerschaftswoche als Frühabort bezeichnet. Ein Verlust in der 13. bis 24. Woche wird dagegen als Spätabort bezeichnet. Das Risiko für einen Spätabort ist jedoch deutlich geringer, weshalb viele Paare die Zeit um die 13. Schwangerschaftswoche nutzen, um von der Schwangerschaft zu erzählen. Dieses unterschiedliche Risiko kommt daher, dass in der Frühschwangerschaft die Organe des Babys angelegt werden und sich Fehler schwerer auswirken.
Gut zu wissen: Es gibt Studien, die besagen, dass etwa 30 Prozent der Frauen im Laufe ihres Lebens eine Fehlgeburt erleiden. Es gibt also viele Betroffene, auch wenn nur wenige offen über ihre Erfahrungen reden.
Die Gründe für eine Fehlgeburt können oft nicht erkannt werden. Etwa die Hälfte der Betroffenen können keine Antwort auf diese Frage bekommen. In anderen Fällen können medizinische Untersuchungen eine der folgenden möglichen Ursachen entdecken:
- Genetische Anomalien bei einem Elternteil
- Genetische Störung beim Embryo wie zum Beispiel Veränderungen der Chromosomenzahl
- Fehlbildungen der Gebärmutter
- Störungen im Hormonhaushalt
- Muttermundschwäche
- Fehlbildungen der Fruchthöhle
- Störungen oder Fehlbildungen der Plazenta
- Herzfehler beim Embryo
- Blutgruppenunverträglichkeiten, zum Beispiel beim Rhesusfaktor
- Blutgerinnungsstörungen bei der Mutter
- Infektionen
- Autoimmunerkrankungen
- Stoffwechselerkrankungen der Mutter, zum Beispiel eine Schilddrüsenunter- oder Schilddrüsenüberfunktion
- Manchmal wird auch übermäßiger Stress, beziehungsweise ein Trauma als ein Auslöser diskutiert
💭 Was ist in der Schwangerschaft mit einem Regenbogenbaby anders?
Nach einem Schwangerschaftsverlust sind viele Eltern oft in tiefer Trauer. Sie mussten ihr Wunschkind wieder ziehen lassen, noch bevor sie es richtig kennenlernen konnten. Von einem auf den anderen Augenblick war alles anders. Das kann eine Reihe von Ängsten und Sorgen in Bezug auf eine erneute Schwangerschaft bei dem Vater oder der Mutter auslösen. Aus diesem Grund wirst Du eine Folgeschwangerschaft wahrscheinlich nicht als selbstverständlich erachten. Auf der einen Seite sind jeder Tag und jeder Moment mit einem lebenden Kind unter dem Herzen ein Geschenk. Auf der anderen Seite steht die oftmals große Angst vor einem neuen Verlust.
Eine Folgeschwangerschaft ist emotional eine Achterbahnfahrt. Die Freude über das neue Leben und die Angst vor erneutem Verlust können gleichzeitig existieren – und das ist völlig in Ordnung.
In einigen Fällen erlebst Du vielleicht auch Schuldgefühle, weil Du Dich über die erneute Schwangerschaft freust. Vielleicht hast Du das Gefühl, Dein geliebtes Sternenkind zu ersetzen und hast Angst es zu vergessen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Du Deinem verlorenen Kind gedenkst und sowohl dem Sternenkind als auch Deinem Regenbogenbaby jeweils einen ganz eigenen Platz in Deinem Leben gibst.
Typische Gefühle in der Folgeschwangerschaft
Das Erleben der Folgeschwangerschaft wird von vielen Müttern als ganz anders beschrieben als die vorhergegangene Schwangerschaft. Zu den Unterschieden zählen oft folgende Gefühle:
- Größere Angst und Unsicherheit
- Große Sorgen bei allen Symptomen wie Blutungen oder Schmerz
- Starkes Hineinhorchen in den Körper
- Sehr große Nervosität vor Untersuchungen
- Anfangs werden die Gedanken an die neue Schwangerschaft vielleicht verdrängt
- Die Zeit bis zu den ersten spürbaren Kindsbewegungen kann sehr verunsichernd sein
- Der Zeitpunkt des frühen Verlustes wird in der Folgeschwangerschaft als große Hürde erlebt
- Der Verlust des Sternenkindes kann sich wieder stark ins Gedächtnis rufen und es kann eine neue Woge der Trauer aufkommen
Achtung: Auch das Wochenbett kann schwierig sein. Hier können noch einmal starke Angst- und Verlustgefühle aufkommen. Hol Dir unbedingt Hilfe, wenn Du mit den schwierigen Gefühlen nicht gut zurechtkommst – besonders wichtig ist das, wenn Du Anzeichen einer Wochenbettdepression an Dir bemerkst.
Aber Du solltest wissen, dass die Freude über das lebende Baby und die Trauer gleichzeitig gefühlt werden können. Du kannst auch rundum glücklich sein und trotzdem Dein Sternenkind nicht vergessen.
🕯️ Welche Möglichkeiten gibt es für das Gedenken an ein verlorenes Kind?
Trauerbewältigung ist ein höchst individueller Prozess. Es ist wichtig, dass Du als Sternenkind-Elternteil das weißt. Viele Menschen versuchen, meist aus Hilflosigkeit, frühe Verluste klein zu reden. Aber Dein Verlust ist real und Deine Trauer berechtigt. Und Du darfst dieses Gefühl auch auf die Art ausleben, die Dir richtig erscheint.
Unterschiedliche Reaktionen auf den Verlust
Es gibt sehr unterschiedliche Reaktionen auf einen frühen Verlust, die zum Teil auch vom Ablauf und der Ursache dieses Ereignisses abhängen. Beispiele für die unterschiedlichen Gefühle sind unter anderem:
- Eltern fühlen manchmal eine gewisse Erleichterung, dass die Natur eine Schwangerschaft bei Problemen oft schon früh abbricht
- Die Trauer kann wenige Tage dauern oder das ganze Leben begleiten
- Viele Eltern erleben einen großen Schock, wenn vor der Diagnose keine Symptome aufgetreten sind
- Trauer kommt oft in Wellen und kann auch nach längerer Zeit plötzlich wieder stark sein
- Viele Eltern haben sich schon auf die kommenden Veränderungen eingestellt und trauern um die vielen neuen Möglichkeiten und die Erlebnisse, die die Geburt eines Kindes mit sich bringt
Wo Du Unterstützung findest
Für den Abschied von der kleinen verlorenen Seele ist die Verarbeitung der Ereignisse sehr wichtig. Du solltest die Möglichkeiten für Hilfe nutzen. Wenn Du in einem Krankenhaus behandelt wurdest, kannst Du Dich zunächst einmal an das Pflegepersonal und die Ärzte wenden. Sie können Dir Adressen nennen, an die Du Dich wenden kannst. Viele Krankenhäuser arbeiten auch mit Seelsorgern und Therapeuten zusammen, die Trauernde betreuen können.
Darüber hinaus kann auch eine Hebamme eine wichtige Quelle der Unterstützung sein. Die Hilfe dieser Fachperson steht Dir auch nach Fehlgeburten und Totgeburten zu. Darüber hinaus kann sie Dich auch in der Folgeschwangerschaft unterstützen.
Tipp: Die Fachpersonen können Dir Perspektiven und Ideen für die Trauerarbeit geben. Letzten Endes kannst aber nur Du selbst spüren, welcher Weg der richtige für Dich ist. Wichtig ist, dass Du Dir auch Zeit nimmst, in der Du trauern kannst.
Ideen für das Gedenken
Vielen Sterneneltern hilft es, Möglichkeiten zu finden, wie sie ihrem Sternenkind gedenken können. In der folgenden Liste findest Du Beispiele dafür:
- Lass Fotos von Deinem verlorenen Wunder machen, wenn es möglich ist. Hierbei kann ein Fotograf oder eine Fotografin helfen, der oder die sich auf Sternenkinder spezialisiert hat.
- Nutze die Möglichkeiten für eine Trauerfeier. Einige Krankenhäuser bieten auch Gedenkfeiern für Sternenkinder an. Frühe Fehlgeburten werden manchmal gemeinsam beigesetzt.
- Gib Deinem Kind einen Namen. Dabei ist es egal, in welchem Schwangerschaftsstadium das Kind gestorben ist.
- Schmücke das Sternengrab und stelle Kerzen auf.
- Schreibe einen Brief an Dein Sternenkind.
- Pflanze einen Baum. Dieser kann zum Beispiel in Deinem Garten stehen oder in einem Kübel auf der Terrasse. Beliebt sind zum Beispiel ein Apfel-, Birnen-, Orangen- oder Olivenbaum.
- Richte Dir einen kleinen Gedenkort ein. Das kann auch ein Gedenkstein im Garten sein, den Du mit dem Todestag oder dem errechneten Geburtstermin und dem Namen beschriftest.
- Gestalte eine Erinnerungsbox oder ein Erinnerungsalbum. Hier kann auch ein Ultraschallbild, der Mutterpass oder ein Brief einen Platz finden.
- Schreibe einen Blogbeitrag oder erzähle Deine Geschichte in einem Posting in den sozialen Medien. Das kann auch unter einem Pseudonym geschehen.
- Trage ein Schmuckstück, das Dich an Dein verlorenes Kind erinnert.
- Führe Gespräche mit vertrauten Personen. Das können Verwandte oder Freunde sein.
- Suche Dir Hilfe bei anderen Betroffenen. Möglich ist zum Beispiel der Austausch in einem Forum oder einer Selbsthilfegruppe.
- Denke an Terminen wie dem errechneten Geburtstermin oder dem Todestag an das Sternenkind.
Gut zu wissen: In vielen Kulturen gibt es besondere Rituale für Eltern, um ihren verlorenen Kindern zu gedenken. In Japan gibt es zum Beispiel kleine Figuren auf den Friedhöfen. Sie heißen Jizo. Die verwaisten Eltern können Blumen und Spielzeug zu Füßen der Figuren ablegen. Diese Geste soll die Sternenkinder im Jenseits trösten.
💪 Wie kannst Du Dich auf eine erneute Schwangerschaft vorbereiten?
Wenn Du einen frühen Verlust hinter Dir hast, willst Du Dich vielleicht stärker auf eine Schwangerschaft mit einem Regenbogenbaby vorbereiten. Manche Eltern wollen einfach so schnell wie möglich wieder einen neuen Bauchbewohner begrüßen können. Andere Paare brauchen erst einmal Zeit, um einen Abschluss zu finden. Sie wollen vielleicht erst einmal zu sich selbst zurückfinden. Einige Frauen müssen auch erst das Vertrauen in den eigenen Körper wiederfinden.
Beides ist völlig berechtigt und Du darfst Deinen eigenen Weg finden und gehen. Es macht in vielen Fällen Sinn, wenn Du Dir für die Schwangerschaft mit dem Regenbogenbaby neben medizinischer auch psychologische Hilfe holst. Dies kann auch für den Umgang mit vorhandenen Geschwisterkindern wichtig sein.
Praktische Tipps für die Vorbereitung
Vor und in der Folgeschwangerschaft können Dir die folgenden Tipps helfen:
- Nutze die Möglichkeiten Dich medizinisch zu den Ursachen der Fehl- oder Totgeburt beraten zu lassen. In einigen Fällen kann es hilfreich oder tröstlich sein, wenn Du den Grund für den Verlust kennst.
- Lass Dich dabei auch beraten, ob Du in einer Folgeschwangerschaft besonders auf Symptome wie Blutungen, Schmerzen oder einem ungewöhnlichen Ausfluss achten solltest.
- Besprich, ob Du zusätzliche Untersuchungen in Anspruch nehmen kannst. Einigen Paaren kann es zum Beispiel helfen, wenn ein zusätzlicher Ultraschall zu dem Zeitpunkt des vorhergegangenen Verlustes gemacht wird.
- Nutze die Möglichkeiten für eine psychologische Betreuung. Eine Therapiesitzung vor oder in der Folgeschwangerschaft kann sehr hilfreich sein. Einige Paare benötigen auch eine längerfristige Betreuung und das ist völlig in Ordnung.
- Einigen Paaren hilft es, sich mit Methoden wie Achtsamkeit oder Yoga zu beschäftigen, die dabei helfen können, gedanklich Ruhe zu finden.
- Tausche Dich mit anderen betroffenen Eltern aus, die Deine Ängste und Sorgen verstehen können. Sie können Dir auch einen Lichtblick geben, wenn sie schon ein Regenbogenbaby begrüßen durften.
- Und besonders wichtig ist es, dass Du Dir Zeit für Dich als Paar nimmst und gemeinsam über die Erlebnisse sprichst. Und nutzt auch bewusst Paarzeiten, in denen ihr schöne Dinge unternehmt.
- Setze Dich mit Deinen Wünschen für die erneute Schwangerschaft und Geburt auseinander und halte diese fest.
- Für einige Paare ist es hilfreich, wenn sie sich mit besonderen Kursen und Techniken auf die Geburt des Regenbogenbabys vorbereiten. Das kann zum Beispiel ein Kurs zu Hypnosetechniken sein. Diese Möglichkeiten kannst Du unter dem Stichwort Hypnobirthing finden.
- Finde Möglichkeiten Dich von der Warterei in der erneuten Kinderwunschzeit abzulenken. Diese kann besonders quälend sein.
- Suche Dir einen Geburtsfotografen oder eine Geburtsfotografin, der oder die das besondere Ereignis der Geburt Deines Regenbogenbabys festhält.
📊 Wie stehen Deine Chancen auf ein Regenbogenbaby?
Nach einer Fehl- oder Totgeburt sind die Chancen für ein Regenbogenbaby nicht schlecht. Es gibt eine Studie, die Folgeschwangerschaften nach einer Fehlgeburt untersucht hat. Ein Teil der Frauen hat es direkt nach dem Verlust wieder versucht, schwanger zu werden. 70 Prozent konnten sich innerhalb von drei Monaten über eine neue Schwangerschaft freuen. Ein anderer Teil der Frauen in der Studie hatte länger gewartet und von ihnen waren 51 Prozent nach drei Monaten wieder schwanger. Zusätzlich zeigte sich, dass das Risiko einer erneuten Fehlgeburt geringer ist, wenn eine Frau innerhalb eines halben Jahres nach dem Verlust wieder schwanger war.
Achtung: Frauen, die mehrere Fehlgeburten erlitten haben, haben statistisch gesehen eine geringere Chance auf ein Regenbogenbaby. In einem solchen Fall solltest Du aber unbedingt die Ursache herausfinden. Dein Arzt oder Deine Ärztin wird Dir weiterhelfen und Dich in einer Folgeschwangerschaft eng betreuen.
Wann wieder versuchen schwanger zu werden?
Auf die Frage, wie lange Du mit einer erneuten Schwangerschaft warten solltest, gibt es keine endgültige Antwort. Das hängt stark von Deinen Gefühlen und Deiner Psyche, aber auch von Deiner medizinischen Vorgeschichte ab. Einige Eltern von einem Sternenkind möchten gerne so schnell es geht wieder ein Folgewunder haben. Andere Paare brauchen dagegen einige Zeit, bis sie den Kinderwunsch wieder angehen können. Sie müssen erst mit dem Verlust fertig werden und ihre seelischen Wunden verheilen lassen.
Aber auch körperliche Gegebenheiten können die Wartezeit beeinflussen. Bei einer frühen Fehlgeburt ist es in der Regel schnell wieder möglich, schwanger zu werden. In anderen Fällen macht es dagegen Sinn, dem Körper der Frau Zeit zu geben, um sich zu regenerieren. Das kann zum Beispiel bei einer Stillgeburt im dritten Trimester oder einem Neugeborenentod der Fall sein.
Auch andere Komplikationen bei Operationen oder der Geburt des Sternenkindes können es ratsam machen, noch etwas mit einer erneuten Schwangerschaft zu warten. Dein Arzt oder Deine Ärztin kann Dich konkret beraten und auch mit Dir auf die Suche nach einer Ursache für den Verlust gehen. Nicht immer gibt es eine Erklärung, aber manchmal können medizinische Untersuchungen helfen, damit Du Sicherheit gewinnst. Oftmals entstehen Fehlgeburten aber auch durch Zufälle. Daher solltest Du Dich nicht verunsichern lassen, wenn Dein Arzt keine Ursache feststellen kann.
Tipp: Die Fachpersonen können Dir auch weiterhelfen, wenn Du nach einer Fehlgeburt sehr lange auf eine erneute Schwangerschaft warten musst. Spätestens nach einem Jahr solltest Du Rat suchen.
✨ Welche Vornamen passen zu einem Regenbogenbaby?
Manchem Paaren hilft es, wenn sie ihrem Regenbogenbaby einen besonderen Namen geben. Bei der Namenswahl können Dir zum Beispiel die folgenden Möglichkeiten eine Hilfe sein.
Schöne Mädchennamen
| Mädchenname | Bedeutung |
| Hope | Stammt aus dem Englischsprachigen Raum, bedeutet „die Hoffnung", manchmal auch „die Sonne" |
| Olivia | Kommt aus dem Lateinischen, bedeutet wörtlich „der Olivenbaum", Olivenzweige stehen in der Bibel für Hoffnung, Frieden und Fruchtbarkeit |
| Amalie | Aus dem Afrikanischen, bedeutet „die Hoffnung", weitere Ableitung aus dem Gotischen bedeutet „die Tüchtige" oder „die Tapferkeit" |
| Somang | Stammt aus dem Koreanischen, bedeutet „die Hoffnung" |
| Yukina | Aus dem Japanischen, bedeutet „hoffnungsvoll" |
| Asha | Stammt aus dem Sanskrit, bedeutet „die Hoffnung", „die Hoffnungsvolle" oder „die Erwartungsvolle" |
Schöne Jungennamen
| Jungenname | Bedeutung |
| Kouki | Stammt aus dem Japanischen, bedeutet „das Licht", „die Fröhlichkeit" und „die Hoffnung" |
| Arman | Aus dem Persischen, bedeutet „ein Wunsch geht in Erfüllung", „die Hoffnung", „der Wunsch" |
| Oliver | Das männliche Gegenstück zum Namen Olivia, bedeutet „der Verbreiter der Hoffnung", „der Friedvolle", „die Hoffnung" |
| Omid | Aus dem Persischen, bedeutet „die Hoffnung" |
| Toivo | Aus Finnland, bedeutet „die Hoffnung" |
| Elija | Aus der Bibel, bedeutet unter anderem „ein Wunder" |
Häufig gestellte Fragen
Wie lange sollte ich nach einer Fehlgeburt warten, bevor ich wieder schwanger werde?
Das hängt von Deiner körperlichen und seelischen Verfassung ab. Bei einer frühen Fehlgeburt ist es körperlich oft schnell wieder möglich. Studien zeigen sogar, dass Frauen, die innerhalb von sechs Monaten wieder schwanger werden, ein geringeres Risiko für eine erneute Fehlgeburt haben. Wichtiger ist aber, dass Du Dich emotional bereit fühlst. Lass Dich von Deinem Arzt oder Deiner Ärztin individuell beraten.
Ist es normal, dass ich Angst vor einer erneuten Schwangerschaft habe?
Ja, das ist völlig normal und verständlich. Viele Mütter erleben in der Folgeschwangerschaft größere Ängste und Unsicherheiten. Diese Gefühle sind berechtigt und Du darfst sie haben. Wichtig ist, dass Du Dir Unterstützung holst – sei es durch Deinen Arzt, eine Hebamme, einen Therapeuten oder den Austausch mit anderen betroffenen Eltern.
Kann ich mein Sternenkind vergessen, wenn ich mich über das Regenbogenbaby freue?
Nein, Du wirst Dein Sternenkind nicht vergessen. Freude über das lebende Baby und Trauer um das verlorene Kind können gleichzeitig existieren und schließen sich nicht gegenseitig aus. Gib beiden Kindern einen eigenen Platz in Deinem Herzen und Deinem Leben. Viele Eltern finden es hilfreich, bewusst Rituale für das Gedenken an ihr Sternenkind zu pflegen.
Wie hoch ist das Risiko einer erneuten Fehlgeburt?
Nach einer einzelnen Fehlgeburt ist das Risiko für eine erneute
Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.
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