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Die 29. Schwangerschaftswoche – in der 29. SSW beginnt der 8. Schwangerschaftsmonat

Nadine Scheiner Von Nadine Scheiner 05.03.2026 Lesezeit 12 Min.
Die 29. Schwangerschaftswoche – in der 29. SSW beginnt der 8. Schwangerschaftsmonat

Auf einen Blick

  • Dein Baby wiegt jetzt fast 1.200 Gramm und ist etwa 38 cm groß – es legt wichtige Reserven für die Geburt an
  • Der Nestschutz beginnt: Deine Antikörper wandern über die Plazenta zum Baby und stärken sein Immunsystem
  • Vorwehen, Wassereinlagerungen und Rückenschmerzen nehmen zu – sanfte Bewegung und Schwimmen können helfen

Nur noch 11 Wochen bis zum errechneten Geburtstermin – und dein Bauch wird täglich größer, schwerer, präsenter. Vielleicht spürst du jetzt deutlicher, wie eng es für dein Baby wird, wie sich die Bewegungen verändern. Gleichzeitig passiert in deinem Körper und dem deines Kindes unglaublich viel: Reserven werden angelegt, Antikörper übertragen, das Gehirn wächst rasant. Willkommen in der 29. SSW – dem Beginn des achten Schwangerschaftsmonats.

👶 Was passiert bei deinem Baby in der 29. SSW

In den letzten Wochen haben sich die Organe immer weiterentwickelt. Während die Anlagen schon in den ersten Wochen gelegt wurden, kam es im zweiten Trimester vor allem auf die Feinheiten an. Jetzt geht es um das Wachstum – und genau das ist auch der Begriff, der für die 29. Schwangerschaftswoche steht.

Dein Baby erreicht jetzt ein Gewicht von fast 1.200 Gramm und eine Größe von rund 38 cm. Im Durchschnitt wiegt ein Baby bei der Geburt rund 3.200 Gramm und hat eine Größe von rund 52 cm. Das ist gar nicht mehr so weit entfernt. Bei der Vorsorge oder auch beim Ultraschall wirst du nun schnell merken, dass sich dein Baby auf dem Ultraschall gar nicht mehr komplett darstellen lässt.

Die Organe arbeiten auf Hochtouren

Alle Organe sind angelegt und arbeiten bereits. Bei einigen fehlt noch der Feinschliff, andere sind schon umfangreich dabei und versorgen den Körper schon gut. In den folgenden Wochen bis zum Geburtstermin geht es daher vor allem darum, die Leistung der Organe zu stärken und deren Wachstum zu fördern. Zudem geht es weiter darum, dass die Atmung trainiert wird. Dein Baby nimmt täglich viel Fruchtwasser auf – das merkst du unter anderem auch am Schluckauf, der immer wieder auftritt und deinen Bauch erzittern lässt.

Gut zu wissen: Mit zunehmender Größe wird es für dein Baby in der Gebärmutter jetzt richtig eng. Inzwischen ist es für den Fötus bereits anstrengend, sich zu drehen. Die Bewegungen sind noch immer sehr kräftig und voller Schwung. Dennoch kann es sein, dass du eine Veränderung bemerkst und die Bewegungen ein wenig nachlassen. Hast du damit ein komisches Gefühl, solltest du auch außerhalb der Vorsorge zu deinem Frauenarzt gehen.

Das Gehirn wächst rasant weiter

Das Gehirn ist ein komplexes System und das macht sich natürlich auch bei der Entwicklung und dem Wachstum bemerkbar. Bereits seit vielen Schwangerschaftswochen geht es darum, die Gehirnzellen auszubilden und auch das Wachstum der Furchen nimmt zu. Das ist in der 29. Schwangerschaftswoche ebenfalls der Fall. Mit jedem Tag steigt die Leistungsfähigkeit des Gehirns mehr an. Bereits in der Schwangerschaft passiert hier viel, dennoch braucht das Gehirn noch viele Jahre, bis es schließlich seine ganze Kompetenz ausschöpfen kann.

Der Nestschutz beginnt: Antikörper für dein Baby

Hast du schon einmal etwas vom Nestschutz gehört? Hierbei handelt es sich um einen Begriff, der den Vorgang beschreibt, dass du dem Ungeborenen Antikörper mit auf den Weg gibst. Diese werden über die Plazenta an das Baby übertragen. Für die erste Stärkung des Immunsystems sind die Antikörper ganz besonders wichtig.

Wichtige Reserven werden angelegt

Bereits in den letzten Wochen gab es schon einen Fokus, der auf der Gewichtszunahme lag. Dein Baby muss noch viele Reserven mit auf den Weg bekommen, wenn die Geburt vor der Tür steht. Die Geburt selbst ist eine große Anstrengung für das Baby und hier sind bereits Reserven sehr wichtig. Aber auch in den ersten Tagen nach der Geburt, wenn es noch keine vollwertige Milch gibt, spielen die Reserven eine große Rolle. Diese Reserven werden unter anderem jetzt in der 29. Schwangerschaftswoche angelegt.

🌸 Was passiert in deinem Körper in der 29. SSW

In der 29. Schwangerschaftswoche bist du nur noch 11 Wochen von deinem Baby entfernt und befindest dich mitten im achten Schwangerschaftsmonat. Die Überlebenschancen deines Babys sind schon gut. Würde es jetzt geboren werden, dann bräuchte es sicher noch Unterstützung bei der Temperaturregulierung und auch bei der Atmung. Dennoch stehen die Chancen gut.

Schwangerschaftsbeschwerden nehmen zu

Die Wassereinlagerungen in deinem Körper nehmen ebenso zu, wie der Umfang deines Bauches. Kein Wunder also, dass es für dich immer beschwerlicher wird. Sicher kannst du nur noch auf der Seite liegen und das Gewicht des Bauches belastet den Rücken. Sehr starke Rückenschmerzen lassen sich durch sanfte Bewegung, Massage und vielleicht auch durch einen Bauchgurt lindern. Einige Frauen leiden nun wieder vermehrt unter Übelkeit und auch Erbrechen. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass dein Magen einem hohen Druck ausgesetzt ist. Da kann es durchaus passieren, dass dir übel wird.

Tipp: Große Portionen sorgen jetzt schnell für Übelkeit. Nimm lieber mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu dir – das entlastet deinen Magen und hält den Blutzuckerspiegel stabil.

Heißhungerattacken und Appetit

Du hast das Gefühl, zur Zeit wirklich für zwei Personen zu essen? Das ist ganz normal. Im dritten Trimester ist der Körper darauf ausgerichtet, Energiereserven anzulegen und da kann es durchaus sein, dass sich dies durch einen verstärkten Appetit zeigt. Allerdings wirst du schnell merken, dass große Portionen für Übelkeit sorgen. Eine wichtige Empfehlung der Experten ist es, eher mehrere kleine Portionen zu dir zu nehmen. Achte auch darauf, deinen Körper ausreichend mit Vitaminen, Mineralien und Nährstoffen zu versorgen. Natürlich kann es sein, dass der Heißhunger eher nach Schokolade verlangt. Diese enthält jedoch kaum Spurenelemente. Besser ist es, bei Hunger auf Süßes zu Obst zu greifen und dir öfter einen Salat zu gönnen.

Ich erinnere mich noch gut an die intensiven Träume im letzten Trimester – manchmal so real, dass ich morgens erst mal sortieren musste, was wirklich passiert war. Das ist völlig normal und zeigt, wie sehr sich dein Unterbewusstsein mit dem Baby beschäftigt.

Nadine Scheiner · Gründerin moms.de, zweifache Mutter

Chaos im Kopf: Träume und Emotionen

Leidest du unter sehr realistischen Träumen? Das ist bei sehr vielen Frauen zu dieser Zeit der Schwangerschaft so. Die Träume drehen sich besonders oft um das Baby. Vielleicht hast du noch immer unterbewusst Angst vor einer Fehlgeburt oder einer Frühgeburt. Möglicherweise spielen sich in den Träumen aber auch einfach sehr skurrile Szenen ab. Gerade am nächsten Morgen bleibt Unsicherheit zurück. Dazu verspürst du vielleicht ein starkes Herzklopfen. Bedenke, dass dein Körper noch immer sehr viel Blut pumpt und der Blutdruck auf Hochtouren arbeitet. Da kann das Herz schon ins Stolpern geraten. Sicher setzt du dich auch immer mehr mit dem zunehmenden Bauch und vielleicht auch den Schwangerschaftsstreifen auseinander. Du kannst hier noch immer mit Öl viel erreichen und deine Haut geschmeidig halten.

Vorwehen und Kontraktionen der Gebärmutter

Möglicherweise nimmst du schon Magnesium ein, weil du immer wieder stärkere Kontraktionen verspürst. Die Vorwehen haben normalerweise keine Auswirkung auf den Gebärmutterhals oder den Muttermund. Auch der Schleimpfropf sollte noch möglichst festsitzen. Mit zunehmenden Vorwehen hast du vielleicht auch das Gefühl, dir etwas mehr Ruhe zu gönnen. Dann mach das ruhig auch. Generell solltest du auf die Zeichen deines Körpers achten. Bei Blutungen ist es wichtig, direkt zu reagieren und den Frauenarzt aufzusuchen.

Achtung: Welche Risiken gibt es eigentlich in der 29. Schwangerschaftswoche? Dein Baby hat schon einen sehr guten Entwicklungsstand erreicht und dennoch ist es wichtig, dass es noch länger in deinem Bauch bleibt. Bei einer Mehrlingsschwangerschaft wird oft davon ausgegangen, dass die Babys früher kommen. Das ist aber nicht immer der Fall. Achte auf die Zeichen deines Körpers, denn eine Schwangerschaftsvergiftung oder eine Ablösung der Plazenta könnte gefährlich werden.

💪 Sport und Bewegung im achten Monat

Ist im achten Schwangerschaftsmonat eigentlich noch Sport erlaubt? Deine Muskeln sind durch die Hormone weicher, dein Körper durch den Bauch mehr belastet – dennoch ist Sport grundsätzlich eine tolle Sache. Du stärkst deine Muskeln und kannst dich noch mehr auf deinen Körper konzentrieren. Gerade für die Geburt ist dies ein wichtiger Vorgang. Allerdings solltest du Sport vermeiden, wo es zu schnellen und abrupten Bewegungen kommt. Es gibt verschiedene Sportarten, aus denen du wählen kannst. Statt dem Joggen steht Walking auf dem Programm. Nach wie vor ist das Schwimmen eine tolle Sache.

Schwimmen bringt deinem Körper viel Erleichterung. Im Wasser fühlt sich der Babybauch deutlich leichter an, auch die Krämpfe in den Beinen können nachlassen. Auch das Baby im Mutterleib fühlt sich wohl, wenn du entspannt bist. Sanftes Brustschwimmen oder auch ein leichtes Training im Wasser ist angenehm für dich.

Tipp: Schwimmen ist jetzt ideal für dich – im Wasser fühlt sich dein Bauch federleicht an und die Krämpfe in den Beinen lassen nach. Sanftes Brustschwimmen oder Aqua-Fitness sind perfekt.

📅 Jetzt an den Geburtsvorbereitungskurs denken

Vielleicht startet nun auch bald der Geburtsvorbereitungskurs. Diesen kannst du mit oder auch ohne Partner in Anspruch nehmen. Auch dann, wenn du vielleicht nicht das erste Baby erwartest, kann es eine schöne Sache sein, noch einmal in die Geburtsvorbereitung zu gehen. Du kannst dir hier einige Fragen durch die Hebamme beantworten lassen und auch andere werdende Eltern kennenlernen.

✨ Zeit für Bindung und Selbstfürsorge

Das Ungeborene spürt deine Stimmung. Nutze daher die Zeit und tu viel, was für dich gut ist. Das kann ein Bad in der warmen Wanne sein, aber auch lange Spaziergänge oder eine heiße Schokolade sind Balsam für die Seele. Berührungen des Bauches bringen dich dem Baby näher. Ebenfalls sehr schön ist es, wenn du in die Kommunikation gehst und für das Ungeborene Lieder singst oder mit ihm sprichst.

Häufig gestellte Fragen

Wie groß und schwer ist mein Baby in der 29. SSW?

Dein Baby wiegt jetzt fast 1.200 Gramm und ist etwa 38 cm groß. Es legt in den kommenden Wochen noch deutlich an Gewicht zu – bis zur Geburt sind es im Durchschnitt etwa 3.200 Gramm.

Warum bewegt sich mein Baby plötzlich weniger?

Mit zunehmender Größe wird es für dein Baby in der Gebärmutter richtig eng. Die Bewegungen sind zwar noch kräftig, können aber weniger werden, weil sich dein Baby nicht mehr so leicht drehen kann. Hast du ein ungutes Gefühl, geh lieber einmal mehr zum Frauenarzt.

Was ist der Nestschutz und wann beginnt er?

Der Nestschutz beschreibt die Übertragung deiner Antikörper über die Plazenta an dein Baby. Das passiert jetzt in der 29. SSW verstärkt und ist wichtig für die erste Stärkung des Immunsystems deines Kindes nach der Geburt.

Welcher Sport ist im achten Monat noch erlaubt?

Sanfte Bewegung ist weiterhin gut für dich: Walking statt Joggen, Schwimmen, Yoga oder Aqua-Fitness. Vermeide Sportarten mit schnellen, abrupten Bewegungen. Schwimmen ist besonders angenehm, weil sich dein Bauch im Wasser leichter anfühlt.

Sind Vorwehen in der 29. SSW normal?

Ja, Vorwehen sind jetzt völlig normal. Sie haben normalerweise keine Auswirkung auf den Gebärmutterhals oder Muttermund. Bei starken Kontraktionen kann Magnesium helfen. Achte aber auf die Zeichen deines Körpers – bei Blutungen solltest du sofort zum Frauenarzt.

Warum habe ich jetzt wieder mehr Übelkeit?

Dein Magen ist durch den wachsenden Bauch einem hohen Druck ausgesetzt. Das kann zu Übelkeit und Erbrechen führen. Nimm lieber mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu dir, statt große Portionen zu essen.

Nadine Scheiner

Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.

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