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Nasensauger – Anwendung & Notwendigkeit

Nadine Scheiner Von Nadine Scheiner 12.04.2026 Lesezeit 8 Min.
Nasensauger - Anwendung & Notwendigkeit

Auf einen Blick

  • Babys können sich erst ab ca. 3 Jahren selbst die Nase putzen – ein Nasensauger hilft vorher sanft beim Atmen
  • Es gibt manuelle, elektrische und Staubsauger-Varianten – alle arbeiten schonend mit Vakuum-Prinzip
  • 3-4 Anwendungen pro Tag sind bei Erkältung ausreichend, wichtig ist die richtige Reinigung nach jedem Gebrauch

Wenn Du selbst erkältet bist, weißt Du, wie quälend eine verstopfte Nase sein kann. Dein Baby oder Kleinkind leidet noch viel mehr darunter – und kann sich nicht mal selbst die Nase putzen. Ein Nasensauger verschafft schnelle Erleichterung und gehört deshalb in jede Babyausstattung.

🍼 Was ist ein Nasensauger und wie funktioniert er?

Bei kleinen Kindern führt das ständige Nase putzen und „puhlen" in der Nase schnell zu wunden Stellen, wie Du sie auch von Dir selbst in der Erkältungszeit kennst. Nasensauger arbeiten schonend – egal ob elektrisch oder manuell. Diese kleinen „Sauger" für die Nase sind eine echte Wohltat für die Kinder und kinderleicht in der Anwendung.

Beide Modelle saugen sowohl das flüssige als auch das innen liegende Nasensekret sehr gut ab, selbst wenn dieses festsitzt. Mithilfe des Vakuums wird das Sekret von der Nase gelöst. Da die Geräte in der Regel aus Kunststoff bestehen, sind sie auch einfach unter fließendem Wasser zu reinigen und damit ist ein hohes Maß an Hygiene gewährleistet.

Achtung: Nasensauger nur unter oder leicht in die Nase einführen – niemals zu tief! Sonst besteht Verletzungsgefahr für die empfindliche Nasenschleimhaut.

🔍 Welcher Nasensauger passt zu uns?

Um einen Nasensauger zu finden, ist nicht viel zu tun, sondern hier genügt die Entscheidung darüber, welche Art und Arbeitsweise das Gerät aufweisen soll. Im Anschluss heißt es nur noch einige wichtige Dinge beim Kauf zu beachten.

Der manuelle Nasensauger

Diese Modelle sind sehr gut geeignet um fließendes Sekret abzusaugen. Erkennen kannst Du den manuellen Nasensauger an seiner runden Form. Dabei handelt es sich um einen Behälter, der mit Luft gefüllt ist. Während Du den Nasensauger nutzt, hältst Du ein Nasenloch zu und zur gleichen Zeit wird der zusammengedrückte Pumpball losgelassen. Hier sind Hersteller wie NUK oder Babylove führend.

Der elektrische Nasensauger

Der elektrische Nasensauger wird mit Batterien angetrieben und hier wird die Saugkraft automatisch reguliert, sodass es möglich ist auch Nasensekret zu entfernen, das tief sitzt und zudem recht fest an der Nasenschleimhaut sitzt. Das Paket wird abgerundet durch unterschiedliche Aufsätze für die verschiedenen Altersgruppen. Hier ist einer der bekanntesten Hersteller Binder Marketing.

Der Nasensauger mit zwei Schläuchen

Der Auffangbehälter wird von zwei Gummischläuchen verbunden und das Sekret wird mit dem Mund abgesaugt. Die Tülle wird in die Nase des Kindes gesteckt und Du saugst dann mit dem Mund am anderen Ende des Schlauches, damit sich das Nasensekret löst. Ein bekannter Hersteller hier ist NoseFrida.

Der Nasensauger für den Staubsauger

Bei diesem Nasensauger wird das Gerät mit dem Staubsauger verbunden. Das bedeutet, dass hier das Saugen von dem Staubsauger übernommen wird. Ansonsten ist dieses Modell mit dem mit zwei Schläuchen vergleichbar bzw. ähnlich. Im Übrigen ist diese Methode sehr beliebt und das passende Zubehör vertreiben Hersteller wie Angle Vac, Klugzeug, Medinaris und Rotho.

Ich habe beide Varianten ausprobiert – elektrisch und manuell. Wichtig ist, dass Du Dich mit dem Gerät wohlfühlst und Dein Kind nicht zusätzlich stresst. Manchmal hilft auch ein beruhigendes Lied während der Anwendung.

Nadine Scheiner · Gründerin moms.de, zweifache Mutter

💪 Darauf solltest Du beim Kauf achten

Die Aufsätze

Es ist selbstverständlich, dass der Aufsatz zur Nase des Kindes passen muss. Dabei solltest Du darauf achten, dass sich besonders an der Stelle, die mit der Nasenschleimhaut in Kontakt kommt, keine scharfen Kanten vorhanden sind. Wichtig ist, dass Du darauf achtest, dass das Gerät keine Weichmacher enthält, denn zumeist sind diese aus Kunststoff gefertigt. Besonders praktisch sind die Modelle, die über eine durchsichtige Tülle und Aufsatz verfügen, denn so kannst Du gleich die Beschaffenheit des Nasensekrets kontrollieren und damit ist es einfacher den Krankheitsstand besser abzuschätzen.

Tipp: Achte auf durchsichtige Aufsätze – so siehst Du sofort, ob das Sekret klar oder gelblich-grün ist und kannst den Krankheitsverlauf besser einschätzen.

Die Reinigung

Bevor Du einen Nasensauger kaufst, schau Dir das ausgewählte Modell genau an. Empfehlenswert ist es sich für das Gerät zu entscheiden, das sich so ziemlich in seine Einzelteile zerlegen lässt, denn dann fällt die Reinigung wesentlich einfacher. Dazu kommt, dass es möglich sein sollte, den Nasenreiniger zu sterilisieren.

🏥 Bekannte Hersteller & Marken

Der Nasensauger trägt viele Namen: Nasensekretsauger oder Nasenschleimentferner beispielsweise und so vielfältig die Namen sind, genauso vielseitig ist die Auswahl bei den Herstellern und Marken:

  • BabyWalz
  • NUK
  • Rotho
  • Angle Vac
  • Nip
  • Nuby
  • Chicco u.v.a.

✨ Ist ein Nasensauger wirklich sinnvoll?

Eventuell stellst Du Dir die Frage ob ein Nasensauger sinnvoll ist oder nicht. Sicherlich hat auch ein Nasensauger seine Vor- und Nachteile:

Vorteile:

  • Sekret kann schnell und einfach entfernt werden
  • Durch den Nasensauger erhält das Baby/Kind Erleichterung beim Atmen
  • Es gibt viele unterschiedliche Methoden
  • Nasensauger werden teilweise sehr günstig angeboten

Nachteile:

  • Sicherlich gibt es angenehmeres für das Baby/Kind
  • Einige Sauger sind recht laut im Betrieb

Gut zu wissen: Nasensauger für Säuglinge sind nur in den seltensten Fällen auch für Erwachsene geeignet. Der Grund: Die Aufsätze verschließen die Nase unzureichend und es kann sich kein Vakuum bilden.

🌸 Alternativen zum Nasensauger

Wenn ein Nasensauger nicht genau das ist, mit dem Du Deinem Kind bei einer Erkältung Linderung verschaffen willst, dann kannst Du ihm auch auf anderen Weg Linderung verschaffen:

  • Die Flüssigkeitszufuhr erhöhen
  • Einen Luftbefeuchter ins Kinderzimmer stellen
  • Vitaminzufuhr erhöhen
  • Raus an die frische Luft in der entsprechenden Bekleidung
  • Die wunde Nase eincremen

Häufig gestellte Fragen

Wie wird ein Nasensauger gereinigt?

Nach jeder Anwendung wird der Nasensauger einfach zerlegt und dann werden die einzelnen Teile unter fließendem Wasser gereinigt. Damit ein höchstmögliches Maß an Hygiene gewährleistet werden kann, sollten die Teile, die dafür geeignet sind in den Sterilisator gelegt werden.

Wie wird der Nasensauger richtig angewendet?

Bevor der Nasensauger das erste Mal angewendet wird, sollte die Bedienungsanleitung genau gelesen werden. Im Anschluss dann das Kind auf den Rücken legen und den Nasensauger unter die Nase halten oder leicht einführen. Doch hier heißt es Vorsicht walten lassen, denn wird dieser zu tief eingeführt, dann kannst Du unter Umständen die Nasenschleimhaut verletzen. Beim Absaugen sollte der Kopf des Kindes gestützt und ihm beruhigend zugeredet werden, denn so können ihm die Ängste genommen werden. Wichtig ist auch einen altersgerechten Aufsatz zu verwenden.

Wie oft sollte der Nasensauger verwendet werden?

Es ist ganz egal, welchen Nasensauger Du verwendest, die Anwendung wird von den Herstellern nach Bedarf empfohlen doch in der Regel ist eine drei- bis viermalige Anwendung pro Tag ausreichend.

Ab welchem Alter kann mein Kind sich selbst die Nase putzen?

Das selbstständige Nase putzen funktioniert erst ab einem Alter von circa drei Jahren. Bis dahin ist ein Nasensauger eine große Hilfe, um Deinem Kind das Atmen bei Erkältung zu erleichtern.

Ist ein Nasensauger gefährlich für mein Baby?

Oft wird behauptet dass ein Nasensauger gefährlich ist, doch das hängt dann zumeist mit der falschen Anwendung des Gerätes zusammen. Wenn ein Nasensauger nur unter oder leicht in die Nase eingeführt wird, dann bestehen keinerlei Gefahren. Mithilfe des Vakuums wird dann das Sekret von der Nase gelöst.

Warum sind Babys häufiger erkältet als Erwachsene?

Pro Jahr leidet jeder drei- bis viermal unter einer lästigen Erkältung. Babys und Kleinkinder sind sogar noch häufiger erkältet als Erwachsene, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist und sie ständig neue Erreger kennenlernen.

Nadine Scheiner

Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.

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