Die 25. Schwangerschaftswoche – in der 25. SSW beginnt der siebte Monat
Auf einen Blick
- Dein Baby ist jetzt ca. 32 cm groß und wiegt rund 670 Gramm – der Gleichgewichtssinn entwickelt sich
- Du betrittst den siebten Schwangerschaftsmonat und hast noch 16 Wochen bis zum Entbindungstermin
- Rückenschmerzen, Sodbrennen und schwere Beine nehmen zu – dein Körper legt Reserven für die Geburt an
Willkommen im siebten Monat! Ab jetzt wird's nochmal richtig spannend – dein Baby entwickelt seinen Gleichgewichtssinn und du merkst vielleicht, dass deine Füße langsam aus dem Blickfeld verschwinden. Dein Körper arbeitet auf Hochtouren und bereitet sich mit jedem Tag mehr auf die Geburt vor. Lass uns gemeinsam schauen, was in dieser besonderen Woche alles passiert.
👶 Was dein Baby in der 25. SSW macht
Bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt oder der Hebamme passiert meist nicht viel. Es wird normalerweise keinen Ultraschall geben, wenn du keine Risikoschwangerschaft oder eine Mehrlingsschwangerschaft hast. Aber du merkst durch die Tritte und Bewegungen des Babys sowieso, dass es dem Ungeborenen gut geht.
Die Kraft der Tritte nimmt immer mehr zu. Immerhin ist dein Baby nun schon rund 32 cm von Kopf bis Fuß lang und hat ein Gewicht von rund 670 Gramm erreicht. Noch ist die magische Marke von 1.000 Gramm nicht geknackt, doch die Überlebenschancen steigen weiter an.
Der neue Gleichgewichtssinn
Bisher ist dein Baby ganz sanft durch die Fruchtblase geschwebt, umgeben von Fruchtwasser und dem sanften Ton deines Herzens. Das ändert sich zwar auch in der 25. Schwangerschaftswoche nicht. Allerdings kommt nun noch ein neuer Sinn dazu – der Gleichgewichtssinn. In den ersten Lebensjahren ist dein Baby unter anderem damit beschäftigt zu erlernen, wie es sein Gleichgewicht halten kann. Dafür ist der Gleichgewichtssinn dringend notwendig. Dieser entsteht langsam ab der 25. Schwangerschaftswoche.
Purzelbäume im Bauch
Wenn du ein sehr aktives Baby hast, dann kannst du auch davon ausgehen, dass der Fötus immer wieder Drehungen und Wendungen im Bauch durchführt. Das darf er auch noch und noch ist sogar ausreichend Platz vorhanden. Allerdings wird es immer enger. Inzwischen stößt der Fötus bereits bei jeder Bewegung an die Gebärmutterwand, was du auch bemerkst. Je größer das Baby wird, desto schwieriger werden aber auch die Positionswechsel in der Gebärmutter. Es gibt Kinder, die sich schon in der 25. SSW in der Geburtsposition befinden und dort auch verbleiben. Es gibt aber ebenso Kinder, die sich noch in der 37. Schwangerschaftswoche drehen.
Gut zu wissen: Die vielen Bewegungen des Babys sind weder für die Plazenta noch für die Nabelschnur ein Problem. Die Plazenta trägt keinen Schaden davon, wenn das Ungeborene ständig mit Händen oder Füßen dagegen kommt. Die Nabelschnur ist sehr flexibel und gut geschützt. Auch dann, wenn sie sich dreht und knickt, wird sie dennoch weiter für eine optimale Versorgung des Kindes sorgen können.
Das Gehirn macht einen Riesensprung
Die 25. Schwangerschaftswoche ist für das Gehirn deines Babys sehr wichtig. Bisher bestand die Großhirnrinde nur aus einer Schicht. Sie ist unter anderem dafür zuständig, dass der Mensch in der Lage ist, Sinneswahrnehmungen aufzunehmen. In dieser Schwangerschaftswoche wird es spannend, denn es bilden sich aus der Großhirnrinde mehrere Schichten. Dadurch wird dein Baby später in der Lage sein, sowohl motorisch als auch sensorisch zu agieren.
Die zweiten Zähne werden angelegt
Die Zahnknospen für die ersten Zähne wurden bereits vor einigen Wochen angelegt. Jetzt bilden sich im Kiefer aber auch die Knospen für die zweiten Zähne. Generell ist der Mund inzwischen sehr aktiv. Er schließt und öffnet sich immer wieder und dein Baby nimmt so viel Fruchtwasser zu sich. Dieses ist wichtig für die Verdauung. Das Fruchtwasser wird immer wieder erneuert. Wenn du nun einen hohen Blasenriss hättest und Fruchtwasser verlierst kann es sein, dass dein Baby dennoch einige Wochen im Bauch bleiben kann, da dein Körper das Fruchtwasser wieder auffüllt.
🌸 Was sich in deinem Körper verändert
Dein Körper stellt sich immer mehr auf die Geburt ein. Frauen, die ein Kind entbinden, brauchen Reserven. Sie werden wenig Schlaf bekommen, vielleicht nicht genug Essen aufnehmen können und müssen auch noch Milch bilden. Das ist ganz schön viel Arbeit für den Körper. Daher lagert er nun langsam immer mehr Wasser und Fett ein, um darauf nach der Entbindung zurückgreifen zu können. Wenn dein Gewicht auf der Waage steigt, kommt das also nicht mehr nur vom Baby und dem Fruchtwasser.
Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich ab dem siebten Monat plötzlich nur noch auf der Seite schlafen konnte. Ein Stillkissen war mein bester Freund – es hat meinen Bauch gestützt und mir endlich wieder ruhigere Nächte geschenkt.
Typische Schwangerschaftsbeschwerden im 7. Monat
Vielen Frauen fällt nun ab dem siebten Monat vermehrt auf, dass sie nicht mehr gut auf dem Rücken liegen können. Ihnen wird schwindlig oder der Rücken schmerzt. Das Gewicht des Babys drückt auf deine Adern und kann die Blutzufuhr zum Gehirn beeinträchtigen. Besser ist es daher, wenn du auf der Seite liegst. Um den Körper zu entlasten bietet es sich an, den Bauch mit einem Stillkissen zu stützen.
Zu den zunehmenden Beschwerden der Schwangerschaft gehört auch das Sodbrennen. Dein Magen wird immer weiter nach oben geschoben und drückt auf das Zwerchfell. Das beeinträchtigt nicht nur die Atmung. Auch die Magensäure hat so einen kürzeren Weg zur Speiseröhre und steigt schneller auf.
Tipp: Gegen Sodbrennen hilft es, wenn du deinen Oberkörper ein wenig nach oben lagerst und möglichst kleine Mahlzeiten zu dir nimmst. Verzichte auf zu viel Zucker oder Fett und nimm ausreichend Wasser zu dir.
Schmerzen in Bauch und Rücken
Die zunehmenden Rückenschmerzen sind in der Schwangerschaft bei vielen Frauen ein auftretendes Phänomen und haben viele Gründe. Natürlich nimmt das Gewicht deines Bauches zu. Der Bauch geht nach vorne raus und dein Rücken wird stark belastet. Die wachsende Oberweite wirkt sich auf den Muskulaturbereich in Nacken und Schultern aus. Zudem sorgt Progesteron dafür, dass deine Muskulatur weicher wird. Das Zusammenspiel ruft häufig Rückenschmerzen hervor.
Verunsichert sind viele Frauen vor allem dann, wenn sich Bauchschmerzen zeigen. Bedenke, dass deine Mutterbänder gerade sehr viel Gewicht zu tragen haben und es daher auch mal ziehen kann. Sollten die Bauchschmerzen jedoch wiederkehren oder die Abstände kleiner werden, können sie auch ein Hinweis auf Frühwehen sein. In dem Fall ist unbedingt der Frauenarzt aufzusuchen. Der Gynäkologe wird per Ultraschall schauen, ob der Gebärmutterhals noch stabil ist.
Achtung: Wenn Bauchschmerzen in regelmäßigen Abständen wiederkehren oder die Abstände kleiner werden, können das Frühwehen sein. Geh dann bitte sofort zum Frauenarzt – er wird per Ultraschall prüfen, ob der Gebärmutterhals noch stabil ist.
Schwere Beine und Krampfadern
Das Blut zirkuliert stark in deinem Körper, das zusätzliche Blutvolumen belastet den Kreislauf und fordert auch die Stabilität deiner Venen heraus. Viele Frauen bekommen in der Schwangerschaft Krampfadern und haben schwere Beine. Auch das Restless-Leg-Syndrom stellt sich teilweise ein. Damit deine Beine entlastet werden, solltest du sie immer wieder nach oben lagern. Gegen unruhige Beine kann es helfen, wenn du hochdosiertes Magnesium einnimmst.
Kreislaufprobleme und Eisenmangel
Auch der Kreislauf kann noch Probleme bereiten. Unter anderem sollte regelmäßig nach deinem Eisenwert geschaut werden. Recht viele Frauen sind von einem Eisenmangel in der Schwangerschaft betroffen. Mit Tabletten kann dem schnell entgegengewirkt werden. Schwindelgefühle können plötzlich auftreten. Trink dann schluckweise kaltes Wasser und lagere die Beine nach oben.
Gut zu wissen: Musst du ein Präparat mit Eisen einnehmen, wirkt sich dies möglicherweise auf deine generell schon träge Verdauung aus. Verstopfungen sind nicht nur schmerzhaft, sie können in der fortgeschrittenen Schwangerschaft auch wehenfördernd wirken. Hast du häufiger Bauchschmerzen und Probleme mit der Verdauung, solltest du die Zufuhr an Ballaststoffen erhöhen und noch mehr Flüssigkeit zu dir nehmen.
💪 Darauf solltest du jetzt achten
Harndrang beobachten
Wir sollten über den Harndrang sprechen. Ein erhöhter Harndrang kann ein Hinweis auf Schwangerschaftsdiabetes sein. Er kann aber auch einfach nur durch die Kindsbewegungen in der Nähe der Blase oder auch durch eine Harnwegsinfektion entstehen. Wenn du denkst, dass du unnatürlich oft auf die Toilette musst, solltest du das beobachten. Wann zeigt sich der Harndrang? Hast du das Gefühl, dass du wirklich den gesamten Urin aus der Blase lassen kannst, wenn du auf der Toilette bist? Harnwegsinfektionen können zu Komplikationen bei der Schwangerschaft führen. Daher ist es gut, wenn du einmal mehr den Urin kontrollieren lässt.
Deine Grenzen kommunizieren
Berührungen am Bauch sind dir unangenehm? Viele Frauen stehen immer wieder vor dem Problem, dass sie gefragt werden, ob ihr Bauch angefasst werden darf. Es ist dein Nachwuchs und vor allem dein Körper. Wenn du das nicht möchtest, kommuniziere dies auch klar. Dein Neugeborenes wirst du auch verteidigen und immer bei dir halten wollen. Auch jetzt darfst du als werdende Mutter entscheiden, was für dich und dein Kind gut ist.
Tipp: Du musst niemandem erlauben, deinen Bauch anzufassen – auch nicht der lieben Verwandtschaft. Ein freundliches, aber bestimmtes „Nein, das mag ich nicht" ist völlig in Ordnung. Es ist dein Körper und deine Entscheidung.
Wenn du Angst vor einer Frühgeburt hast
Du hast Angst, dass dein Baby ein Frühchen werden könnte? Frühgeborene in der 25. Schwangerschaftswoche erhalten bereits eine sehr umfangreiche Betreuung außerhalb des Mutterleibs. Die Chancen dafür, dass dein Baby eine Frühgeburt übersteht und sich ins Leben kämpft, nehmen mit jedem Tag zu. Jeder Tag mehr im Mutterleib bedeutet auch mehr Fettreserven, eine bessere Lungenfunktion, eine höhere Unterfütterung der Hautschichten und dadurch auch eine bessere Temperaturregulierung. Auslöser für eine Frühgeburt können Infektionen, Stress oder auch eine Gebärmutterhalsschwäche sein. Solltest du das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt oder du Wehen hast, zögere nicht, auch außerhalb der Vorsorge zum Arzt zu gehen.
Häufig gestellte Fragen
Wie groß ist mein Baby in der 25. SSW?
Dein Baby ist jetzt etwa 32 cm von Kopf bis Fuß lang und wiegt rund 670 Gramm. Die Kraft seiner Tritte nimmt deutlich zu und du spürst die Bewegungen immer intensiver.
Warum kann ich nicht mehr auf dem Rücken schlafen?
Das Gewicht des Babys drückt auf deine Adern und kann die Blutzufuhr zum Gehirn beeinträchtigen. Dir wird dann schwindlig oder der Rücken schmerzt. Besser ist es, auf der Seite zu liegen – am besten mit einem Stillkissen zur Unterstützung des Bauches.
Was kann ich gegen Sodbrennen tun?
Lagere deinen Oberkörper beim Schlafen etwas höher und iss lieber mehrere kleine Mahlzeiten statt weniger großer. Verzichte auf zu viel Zucker und Fett und trink ausreichend Wasser. Dein Magen wird durch das Baby nach oben geschoben, wodurch die Magensäure leichter aufsteigen kann.
Wann sollte ich bei Bauchschmerzen zum Arzt?
Ein gelegentliches Ziehen ist normal – deine Mutterbänder tragen jetzt viel Gewicht. Wenn die Schmerzen aber wiederkehren oder die Abstände kleiner werden, können das Frühwehen sein. Geh dann bitte sofort zum Frauenarzt, der per Ultraschall den Gebärmutterhals kontrolliert.
Ist häufiger Harndrang in der 25. SSW normal?
Häufiger Harndrang kann durch die Kindsbewegungen in der Nähe der Blase entstehen, aber auch ein Hinweis auf Schwangerschaftsdiabetes oder eine Harnwegsinfektion sein. Beobachte, wann der Harndrang auftritt und ob du die Blase vollständig entleeren kannst. Lass im Zweifel deinen Urin kontrollieren.
Wie hoch sind die Überlebenschancen bei einer Frühgeburt in der 25. SSW?
Frühgeborene in der 25. SSW erhalten bereits sehr umfangreiche medizinische Betreuung und die Überlebenschancen steigen mit jedem Tag. Jeder weitere Tag im Mutterleib bedeutet mehr Fettreserven, bessere Lungenfunktion und stabilere Temperaturregulierung. Wenn du Wehen spürst oder das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt, geh sofort zum Arzt.
Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.
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