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Die 27. Schwangerschaftswoche – in der 27. SSW nehmen die Reaktionen auf Licht zu

Nadine Scheiner Von Nadine Scheiner 06.05.2026 Lesezeit 11 Min.
Die 27. Schwangerschaftswoche – in der 27. SSW nehmen die Reaktionen auf Licht zu

Auf einen Blick

  • Dein Baby wiegt jetzt etwa 900-1.000 Gramm und misst rund 35 cm – ein wichtiger Meilenstein für die Temperaturregulation bei einer möglichen Frühgeburt
  • Die Gehirnfurchen wachsen jetzt rasant und dein Baby beginnt zu träumen – manchmal erschreckt es sich dabei selbst
  • Achte auf die Vena Cava: Vermeide längeres Liegen auf dem Rücken, da das Gewicht von Baby und Gebärmutter auf die wichtige Vene drücken kann

Die 27. Schwangerschaftswoche ist eine besondere Zeit: Dein Baby entwickelt sich rasant weiter, träumt vielleicht schon seine ersten Träume und reagiert immer stärker auf Licht und Geräusche. Gleichzeitig spürst du die körperlichen Veränderungen deutlicher – von Beinkrämpfen bis zu wilden Träumen ist jetzt alles möglich. Lass uns gemeinsam schauen, was in dieser Woche alles passiert.

🌸 Wo stehst du gerade in der Schwangerschaft?

Die 27. Schwangerschaftswoche beginnt bei 26+0 und gilt als eine der letzten Wochen im zweiten Trimester. Hier gibt es allerdings verschiedene Einstellungen: Teilweise wird angegeben, dass das zweite Trimester mit der 24. Schwangerschaftswoche endet, teilweise heißt es, es endet erst mit der 28. Schwangerschaftswoche. Laut Schwangerschaftskalender wird häufiger die Variante genannt, bei der es sich beim zweiten Trimester um das längste Trimester handelt.

👶 So entwickelt sich dein Baby in der 27. SSW

In der 27. Schwangerschaftswoche erreicht dein Baby durchschnittlich eine Größe von rund 35 cm und ein Gewicht zwischen 900 bis 1.000 Gramm. Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Es heißt, Babys ab einem Gewicht von 1.000 Gramm haben noch bessere Chancen, bei einer Frühgeburt die Temperatur schneller halten zu können.

Das Gehirn macht einen Riesensprung

In den letzten Monaten ist im Gehirn deines Babys schon richtig viel passiert und jetzt passiert gleich noch viel mehr. Denn nun wachsen die Gehirnfurchen. Diese sorgen dafür, dass die Leistung des Gehirns weiter zunimmt. Vielleicht merkst du, dass dein Baby manchmal unkontrolliert zu zucken beginnt? Dann kann es sein, dass es träumt. Die Träume sind eine neue Errungenschaft in dieser Schwangerschaftswoche und für dein Baby ganz sicher sehr faszinierend. Es kann also gut sein, dass es sich manchmal selbst erschreckt.

Gut zu wissen: Die Kontraktionen sind auch für dein Baby wichtig. Wenn sich die Gebärmutter zusammenzieht, merkt der Fötus dies und wird auf diese Weise auf die Situation der Geburt vorbereitet.

Die Kindsbewegungen werden kräftiger

Im Mutterleib wird es immer enger, aber noch ist ausreichend Platz in der Gebärmutter, damit dein Baby sich drehen kann. Das heißt, selbst dann, wenn es jetzt noch mit dem Kopf nach oben im Bauch sitzt, heißt dies nicht, dass es die Beckenendlage nicht mehr einnehmen wird. Nach wie vor ist noch alles möglich. Die Bewegungen werden immer kräftiger und ab und an sind die Tritte schon wirklich schmerzhaft. Wenn du dich hinsetzt und ein wenig in den Bauch drückst merkst du vielleicht sogar, wo gerade der Bauch liegt.

Reaktionen auf Geräusche und Licht

Immer mehr reagiert dein Baby auf Licht und Geräusche. Die Augen sowie die Ohren haben schon einen sehr großen Schritt in der Entwicklung gemacht und daher kann dein Baby jetzt immer besser auf Akzente in hell und dunkel reagieren. Es gibt einige Hebammen, die mit Licht versuchen, die Aufmerksamkeit des Kindes zu bekommen und es in die richtige Geburtsposition zu lenken. Das wird aber erst zu einem späteren Zeitpunkt der Schwangerschaft probiert.

Die Organe reifen weiter

Inzwischen hat sich in den Lungen deines Babys sehr viel getan. In den letzten Wochen wurden die Lungenbläschen gebildet und deren Bildung ist nun fast abgeschlossen. Dennoch würdest du bei Bestrebungen zu einer Frühgeburt noch die Lungenreife bekommen. Grund dafür ist, dass die Lungenbläschen zwar fertig sind, aber noch nicht ausreichend durch Surfacant geschützt werden. Dieses muss zur Geburt noch weiter gebildet werden. Sehr spannend ist, dass nun das Knochenmark damit beginnt, Blut im Körper deines Kindes zu bilden. Bisher wurde dies durch die Leber durchgeführt.

In der 27. Woche spüren viele Mamas die Tritte besonders intensiv – manchmal sogar schmerzhaft. Das ist völlig normal und zeigt, wie kräftig dein Baby schon ist. Genieße diese besonderen Momente der Verbindung.

Nadine Scheiner · Gründerin moms.de, zweifache Mutter

🌸 Das verändert sich in deinem Körper

Die Hormone machen dir zu schaffen. Das Durcheinander besteht aber nicht nur im Körper und sorgt dafür, dass deine Muskeln weicher werden und die Verdauung einfach nicht in Schwung kommt. Auch auf den Kopf haben sie Auswirkungen. So ist es möglich, dass du sehr wilde Träume hast oder gar nicht in den Schlaf findest.

Typische Schwangerschaftsbeschwerden jetzt

Immer häufiger treten Krämpfe in den Beinen auf? Das ist eine der typischen Beschwerden in der Schwangerschaft, ebenso wie die schweren Beine. Gut möglich ist, dass du Wasser einlagerst und so die Beine noch schwerer werden. Deine Muskeln sind stark beansprucht und ein Mangel an Magnesium kann zu verstärkten Krämpfen führen. Um dem entgegenzuwirken ist es gut, wenn du dich viel bewegst und vielleicht auch Magnesium zu dir nimmst.

Achtung: Bei einer Vorsorgeuntersuchung wird geschaut, ob du möglicherweise unter Eisenmangel leidest. Das ist in der Schwangerschaft gar nicht so selten. Wenn es sich um einen stark ausgeprägten Mangel handelt kann es sein, dass du zusätzliche Präparate einnehmen musst.

Die Vena Cava – warum du nicht auf dem Rücken liegen solltest

Hast du schon einmal von der Vena Cava gehört? Die Vene befindet sich im Rücken und sorgt dafür, dass dein Blutkreislauf zum Gehirn optimal funktioniert. Sitzt du auf dem Sofa oder im Bett und rutschst immer weiter in die Liegeposition, bei der du auf dem Rücken liegst, kann es nun richtig unangenehm werden. Das hohe Gewicht von Fruchtwasser, Gebärmutter und Baby drückt auf die Vena Cava und unterbricht den Blutfluss zum Gehirn. Das Ergebnis sind Übelkeit, Schwindel und Kreislaufprobleme. Leg dich daher lieber auf die Seite.

Baden in der Schwangerschaft – ist das erlaubt?

Verkrampfte Muskeln lassen sich am besten mit einem schönen Bad lösen? Viele Frauen sind unsicher, ob sie eigentlich in der Schwangerschaft in die warme Badewanne dürfen. Dagegen spricht nichts. Wenn du nicht unter ständigen Kontraktionen leidest oder eine Infektion im Intimbereich hast, kannst du in die Badewanne gehen. Empfehlenswert ist es allerdings, nicht zu heiß zu baden, da sich dies belastend auf den Kreislauf auswirken kann.

Tipp: Viel Bewegung und ausreichend Magnesium helfen gegen Beinkrämpfe. Sprich mit deiner Ärztin oder Hebamme über die richtige Dosierung von Magnesiumpräparaten.

✨ Genieße die Zeit zu zweit

Ausgehen in der Schwangerschaft? Du hast eigentlich Lust darauf, mal wieder in eine Bar zu gehen oder eine Nacht durchzutanzen? Was spricht dagegen? Als werdende Mutter solltest du auf deinen Körper hören und natürlich mehrere Punkte beachten. Schau darauf, dass du nicht in eine Raucher-Location gehst und schütze deinen Bauch vor Stößen. Das kann leider schneller passieren, als du denkst. Wenn du merkst, dass es doch zu viel für deinen Körper ist, solltest du lieber etwas früher nach Hause gehen.

Generell ist jetzt noch eine gute Zeit, um die gemeinsamen Stunden als Paar zu genießen oder zusammen einen netten Abend mit Freunden zu verbringen. Wenn das Baby erst einmal auf der Welt ist wirst du schnell merken, dass sich deine Prioritäten verschieben und das ist auch wichtig. Nehmt euch die Zeit und überlegt, was ihr gemeinsam mit deinem Partner unternehmen möchtet. Einige Paare machen einen Babymoon. Die kleine Reise vor der Entbindung wird noch einmal bewusst als Auszeit genutzt.

📅 Organisatorisches nicht vergessen

Ein wenig dauert es zwar noch, bis der Mutterschutz beginnt, doch ganz so lange ist es nicht mehr. Suche am besten das Gespräch mit deinem Vorgesetzten und sprich darüber, wie lange du gerne in Elternzeit gehen möchtest und was deine Pläne für den Wiedereinstieg sind. Es ist auch nicht verkehrt sich darüber zu informieren, welche Möglichkeiten es für Teilzeit gibt. Das gilt übrigens nicht nur für die werdenden Mütter, sondern auch für die werdenden Väter. Auch diese haben einen Anspruch auf Elternzeit. Hier solltet ihr als Paar einen guten Weg für euch finden.

Gut zu wissen: Auch werdende Väter haben Anspruch auf Elternzeit. Besprecht als Paar frühzeitig, wie ihr euch die Zeit nach der Geburt aufteilen möchtet.

Häufig gestellte Fragen

Wie groß und schwer ist mein Baby in der 27. SSW?

In der 27. Schwangerschaftswoche ist dein Baby etwa 35 cm groß und wiegt zwischen 900 und 1.000 Gramm. Damit hat es einen wichtigen Meilenstein erreicht, denn ab diesem Gewicht können Babys bei einer Frühgeburt ihre Körpertemperatur besser halten.

Warum soll ich nicht mehr auf dem Rücken liegen?

Das Gewicht von Baby, Gebärmutter und Fruchtwasser kann auf die Vena Cava drücken – eine wichtige Vene in deinem Rücken, die für den Blutfluss zum Gehirn sorgt. Das kann zu Übelkeit, Schwindel und Kreislaufproblemen führen. Leg dich lieber auf die Seite.

Darf ich in der Schwangerschaft baden?

Ja, Baden ist in der Schwangerschaft erlaubt, solange du nicht unter ständigen Kontraktionen leidest oder eine Infektion im Intimbereich hast. Achte darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist, um deinen Kreislauf nicht zu belasten.

Was hilft gegen Beinkrämpfe in der Schwangerschaft?

Beinkrämpfe entstehen oft durch Magnesiummangel und die starke Beanspruchung deiner Muskeln. Viel Bewegung und die Einnahme von Magnesium können helfen. Sprich mit deiner Ärztin oder Hebamme über die richtige Dosierung.

Kann sich mein Baby jetzt noch drehen?

Ja, in der 27. SSW ist noch ausreichend Platz in der Gebärmutter, damit sich dein Baby drehen kann. Selbst wenn es jetzt mit dem Kopf nach oben liegt, kann es sich noch in die richtige Geburtsposition begeben. Nach wie vor ist alles möglich.

Wann sollte ich mit meinem Arbeitgeber über Elternzeit sprechen?

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um das Gespräch zu suchen. Bis zum Mutterschutz ist es nicht mehr allzu lange hin. Besprich, wie lange du in Elternzeit gehen möchtest und welche Pläne du für den Wiedereinstieg hast. Informiere dich auch über Teilzeitmöglichkeiten.

Nadine Scheiner

Gründerin von moms.de, zweifache Mutter (Kinder geboren 2014 und 2016). Sie schreibt seit 2017 Ratgeber rund um Schwangerschaft, Geburt und Familienleben.

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