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Lerntherapie für Kinder finden

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auch bekannt als: lerntherapeut, lerntherapeutin, lerntherapie in der nähe, dyskalkulie therapie, legasthenie therapie

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Was ist Lerntherapie?

Lerntherapie hilft Kindern, die trotz normaler Intelligenz große Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen haben. Anders als Nachhilfe übt sie nicht einfach den aktuellen Schulstoff, sondern setzt an den Ursachen an: an fehlenden Grundlagen, an der Wahrnehmung, an Konzentration und an der Lernmotivation deines Kindes.

Eine Lerntherapeutin oder ein Lerntherapeut arbeitet meist einzeln mit dem Kind, über mehrere Monate und in enger Abstimmung mit Eltern und Schule. Ziel ist, dass dein Kind wieder selbstständig lernen kann und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zurückgewinnt.

Wann ist Lerntherapie sinnvoll?

Lerntherapie kommt vor allem bei diesen Schwierigkeiten infrage:

  • Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) oder Legasthenie: Dein Kind liest sehr langsam, verwechselt Buchstaben oder macht trotz Üben dieselben Rechtschreibfehler.
  • Rechenschwäche oder Dyskalkulie: Dein Kind zählt noch mit den Fingern, versteht Mengen und Stellenwerte nicht oder kann Rechenwege nicht übertragen.
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsprobleme, auch im Zusammenhang mit ADHS
  • Lernblockaden und Schulangst nach vielen Misserfolgen

Ein guter erster Schritt ist eine Diagnostik, etwa bei einer Kinder- und Jugendpsychiaterin, im schulpsychologischen Dienst oder direkt in der Lerntherapie-Praxis.

Was ist der Unterschied zwischen Lerntherapie und Nachhilfe?

Nachhilfe arbeitet den aktuellen Schulstoff auf und bereitet auf Klassenarbeiten vor. Lerntherapie schließt dagegen grundlegende Lücken, oft aus früheren Schuljahren, und arbeitet mit speziellen Methoden zur Wahrnehmung, Merkfähigkeit und Lernstrategie. Bei einer echten Teilleistungsstörung wie LRS oder Dyskalkulie reicht Nachhilfe meist nicht aus.

Wer bezahlt die Lerntherapie?

Die Krankenkasse übernimmt Lerntherapie in der Regel nicht. Eine Finanzierung ist aber über das Jugendamt möglich: Droht deinem Kind durch die Lernstörung eine seelische Behinderung, kann nach § 35a SGB VIII Eingliederungshilfe beantragt werden. Dafür brauchst du meist ein fachärztliches Gutachten. Ohne Förderung zahlen Eltern je nach Region etwa 40 bis 70 Euro pro Sitzung.

Wie finde ich eine gute Lerntherapeutin?

Die Berufsbezeichnung „Lerntherapeut“ ist nicht geschützt. Achte deshalb auf eine fundierte Ausbildung, zum Beispiel ein pädagogisches oder psychologisches Studium mit Zusatzqualifikation, und auf eine Mitgliedschaft im Fachverband für integrative Lerntherapie (FiL). Ein kostenloses Erstgespräch zeigt dir, ob die Chemie zwischen Therapeutin und Kind stimmt.

Hier im moms.de Branchenbuch findest du Praxen für Lerntherapie in deiner Stadt.